Außerdem wurde der 250. Elektrosportler ausgeliefert

Tesla, Hersteller des nach wie vor einzigen ernstzunehmenden Elektrosportwagens, gibt anlässlich der Auslieferung des 250. Tesla Roadster Details zum neuen Modell, dem viertürigen Tesla S, bekannt. Außerdem lüften die Strom-Jungs schon ein ganz kleines bisschen vom Tesla-S-Umhang (siehe Bildergalerie).

Deutlich günstiger
Den kompletten Tesla S zeigt der Hersteller am 26. März 2009. Der Viertürer ist ebenfalls ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug und soll Ende 2011 in Massenfertigung gehen. In den USA wird der S zu einem Preis von umgerechnet etwa 42.500 Euro angeboten. Da davon im Moment ein staatlicher Zuschuss von 5.500 Euro abgezogen werden kann, bekommt ein amerikanischer Kunde den Wagen für zirka 37.000 Euro. Wie der Roadster, so soll auch der S in Europa angeboten werden – und analog zum Roadster wird auch das S-Modell hierzulande deutlich teurer ausfallen als in seinem Entstehungsland. Weil der Tesla S im Unterhalt günstig ist und wenig Strom verbraucht, geht Tesla davon aus, dass die Gesamtkosten des S auf dem Niveau von Wagen mit deutlich günstigerem Einstiegspreis liegen werden. Der für anspruchsvolle, umweltbewusste Fahrer gedachte Viersitzer wird zu einem späteren Zeitpunkt auch in Asien angeboten.

250 x 100.000 Dollar
Stolz verkündet Tesla, jetzt den 250. Roadster ausgeliefert zu haben. Der Wagen zu einem Preis von rund 100.000 Dollar (73.300 Euro) geht an den kalifornischen Unternehmer Rob Wilder, Chef von WilderShares LLC und Manager des WilderHill Clean Energy Index. Besagter Index ist der erste Wall-Street-Index für energiesparende und CO2-freie Lösungen. "Dieses Auto ist eine elegante Lösung für eines der kompliziertesten Probleme der Welt", so Wilder. Seinen Roadster lädt der umweltbewusste Firmen-Boss per selbst erzeugtem Solarstrom auf – die Farbe seines Wagens "very orange" soll daran erinnern, dass die Sonne sein Fahrzeug betankt. Für Rob war es nicht einfach, sich für den Roadster zu entscheiden – schließlich hat er sich bisher mit Gebrauchtwagen der 10.000-Euro-Klasse eingedeckt. Alle seine bisherigen Fahrzeuge sind zusammen billiger als sein neuer Strom-Sportler. Aber Wilder ist vollkommen zufrieden: "Das ist genau der Typ Auto, den ich für mich selbst entworfen hätte."

Bald auch in München
Tesla hat das Herstellungs-Pensum auf 20 Roadster pro Woche hochgefahren, ab Sommer 2009 werden 30 Wagen pro Woche ausgestoßen. 1.000 Bestellungen sind abzuarbeiten, die Produktion ist bis Oktober 2009 ausverkauft. Der Roadster sprintet in 3,9 Sekunden von null auf 96 km/h (60 Meilen pro Stunde) und soll laut Tesla doppelt so energieeffizient wie ein Toyota Prius sein. Hybridsysteme hält man bei Tesla seit jeher für veraltet und eine Fehlentwicklung. Die Zahl der Tesla-Shops steigt weiter: Im Frühjahr eröffnet ein Laden in Chicago, dann folgen London, Manhattan, Miami, Seattle und Washington D.C. Auch Deutschland darf sich über einen Tesla-Shop freuen: München ist von den Amerikanern als erster Standort ausgewählt worden.

Bildergalerie: Stück vom Tesla S