Der geräumige Elektro-Wagen gibt den sportlichen Allrounder

Ein weiterer Meilenstein in der Welt der Elektroautos ist erreicht: Tesla stellt die Fünf-Personen-Limousine "S" vor. Der Wagen soll wie sein Modellbruder "Roadster" für sportliche Fahrleistungen gut sein. Allerdings wird der Modell S deutlich weniger kosten als der Roadster, aber dafür mit einer Batterieladung weiter kommen und jede Menge Gepäck mitschleppen können.

In 45 Minuten geladen
Das Lithium-Ionen-Batteriepack des Tesla S sitzt unter dem Fahrzeugboden. Das Ladegerät ist in den Wagen integriert und verträgt 120, 240 oder 480 Volt. Bei einem 480-Volt-Anschluss dauert laut Tesla der Ladevorgang 45 Minuten. Dann kommt der S wieder 480 Kilometer weit. Genaue Angaben zu Batterie- und Motordaten hat Tesla noch nicht bekannt gegeben. Der Hersteller geht davon aus, dass die Strecke von L.A. nach New York mit einer dreiviertelstündigen Mittagspause in der gleichen Zeit absolviert werden kann, wie mit einem herkömmlichen Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Von null auf 96 km/h (60 Meilen pro Stunde) soll der S in unter 6,0 Sekunden beschleunigen, die spezielle Sport-Version soll es in unter 5,0 Sekunden schaffen. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 209 km/h (130 Meilen pro Stunde) abgeregelt, wobei die Kraftübertragung von einem Ein-Gang-Getriebe übernommen wird.

Günstig unterwegs
Laut Tesla kommt der Model S für einen Euro 100 Kilometer weit. In den USA wird der S zu einem Preis von umgerechnet etwa 42.500 Euro angeboten. Da davon im Moment ein staatlicher Zuschuss von 5.500 Euro abgezogen werden kann, bekommt ein amerikanischer Kunde den Wagen für zirka 37.000 Euro. Allerdings wird der Preis wegen der jeweils eingebauten Batterie variieren: Akkus mit 256, 368 oder 480 Kilometer Reichweite sind bestellbar. Tesla betont, dass sich die Batterien leicht ausbauen lassen und der S somit zum schnellen Batterie-Wechsel (battery swaping) geeignet ist. Insgesamt geht Tesla davon aus, dass auf Grund der geringen Unterhaltskosten ein Model S günstiger ist als Autos mit einem niedrigeren Einstiegspreis.

Zwei große Kofferräume und Internet
Nicht nur die Batterien, auch der Antrieb des Tesla S ist unter dem Fahrzeugboden montiert. Deshalb hat der Wagen mit Fließheck-Klappe zwei Kofferräume zu bieten – einen vorne und einen hinten. Das genaue Stauraumvolumen geben die Kalifornier zwar noch nicht bekannt, aber ein 50-Zoll-Fernseher, ein Mountain-Bike und ein Surfboard sollen gleichzeitig in den mit umlegbaren Rücksitzen ausgestatteten Wagen passen. Fest im S eingebaut: ein 17-Zoll-Touchscreen, der über UMTS vollen Internet-Zugang ermöglicht.

Startet Ende 2011
Tesla kündigt den Model S für Ende 2011 an. Zur Produktion des Wagens soll in Kalifornien eine Fabrik entstehen, deren Bau mit 275 Millionen Euro aus Staatsmitteln gefördert wird. Bestellt werden kann der Wagen ab sofort im Internet und den kalifornischen Tesla Stores. "Der Model S macht keine Kompromisse in Sachen Performance, Effizienz oder Nutzwert – er ist wirklich das einzige Auto, was man braucht", so Tesla Chef Elon Musk.

Strom für fünf