ADAC-Studie deckt Missstände bei der Kinderbeförderung auf

Eine bundesweite Stichprobe des ADAC vor Schulen und Kindergärten in 16 deutschen Städten hat ergeben, dass viele Eltern mit der Sicherheit ihrer Kinder im Auto grob fahrlässig umgehen. Das katastrophale Ergebnis: 26 Prozent der bundesweit überprüften Schülerinnen und Schüler waren nicht wie vorgeschrieben mit dem Kindersitz sondern verbotenerweise mit dem Erwachsenengurt oder gar nicht gesichert.

Schüler nicht richtig gesichert
Weitere elf Prozent wurden zwar im vorgeschriebenen Sitz gefahren – allerdings waren sie nicht richtig angeschnallt. Damit wurde über ein Drittel aller Schüler ohne die gebotene Sicherheit und Sorgfalt zur Schule gebracht. Schon eine Vollbremsung könnte in einem solchen Fall schwere Verletzungen zur Folge haben.

Mangelhafte Sicherung
Besser fiel die Überprüfung vor Kindergärten aus, allerdings waren auch hier sechs Prozent der Kinder entweder gar nicht gesichert oder nur mit dem Erwachsenengurt angeschnallt. Elf Prozent der Kleinen saßen im richtigen Sitz, allerdings mit Fehlern zum Beispiel bei der Gurtführung. Damit summiert sich die mangelhafte Sicherung bei der Kindergartenkindern auf 17 Prozent.

,Sitzerhöher": Noch gesetzlich
Bedenklich ist auch der hohe Anteil von sogenannten Sitzerhöhern bei der Kinderbeförderung: 43 Prozent der Schüler und 29 Prozent der Kindergartenschützlinge wurden auf bloßen Sitzerhöhern ohne Rückenlehne befördert. Diese genügen zwar derzeit noch den gesetzlichen Vorschriften, fallen beim ADAC-Kindersitztest allerdings aufgrund des völlig fehlenden Seitenschutzes durch.

Hohe Strafen wegen fehlendem Schutz
Angesichts der katastrophalen Ergebnisse dieser Stichprobe bei 600 Kindern in 400 Autos fordert der ADAC verstärkte Kontrollen vor Schulen und Kindergärten. Für die Mitnahme eines Kindes ohne entsprechenden Sitz wird ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro plus ein Punkt Flensburg fällig.

Schulkinder in Gefahr