Facelift mit dezenten Retuschen für den kompakten Ingolstädter

Insider konnten bereits beim Blick auf das neue Audi A3 Cabrio ahnen, dass dessen Optik auch bald bei den geschlossenen Varianten des Kompakt-Audis zum Einsatz kommt. Nun ist es soweit: Die Marke mit den vier Ringen zeigt die facegelifteten Modelle A3 und A3 Sportback.

Gestrafftes Profil
Die Überarbeitungen präsentieren sich dezent, aber doch deutlich wahrnehmbar. Die Motorhaube und die Kotflügel wurden etwas ausdrucksstärker gezeichnet, die wichtigsten Änderungen betreffen jedoch die Frontpartie. Modifiziert wurden der Stoßfänger und der Kühlergrill. Vom A3 Cabrio stammt die geschwungene Zierblende in den Scheinwerfern. Serienmäßig besitzen nun alle A3 Tagfahrleuchten, die bei den optionalen Bi-Xenon-Scheinwerfern in LED-Technik ausgeführt sind. Desweiteren gibt es jetzt Außenspiegel mit integrierten Blinkern, neue Türgriffe und neue Leichtmetallfelgen. Darüber hinaus wurde die Rückleuchten-Optik von A3 und A3 Sportback verändert. Die Überarbeitungen im Design lassen den Dreitürer in der Länge um 2,5 Zentimeter auf 4,24 Meter wachsen, der Sportback misst nach wie vor 4,29 Meter.

Leichte Änderungen im Innenraum
Auch das Interieur des A3 wurde diskret verfeinert: Aluminiumoptik an Luftdüsen, Lichtschaltern und in der Mittelkonsole sollen den Premiumcharakter unterstreichen. Die Schalter und Regler unter der Audioanlage erhalten eine neue Optik. Neu ist auch eine Schaltanzeige im Display des Fahrerinformationssystems. Für den Kofferraum der frontgetriebenen A3-Versionen ist nun ein Wende-Ladeboden erhältlich. Dieser beinhaltet eine Wanne für nasse Gegenstände und kann auch herausgenommen werden.

Diesel mit Common-Rail-Technik
Wie bisher umfasst das Motorenangebot für A3 und A3 Sportback acht Motoren: fünf Benziner und drei Diesel. Einstiegs-Benziner ist der A3 1.6 mit 102 PS. Die Schaltversion kann auf Wunsch für den Betrieb mit E-85-Ethanol ausgelegt werden. Der Basis-Diesel mit 105 PS dient als Antrieb für die auf Sparsamkeit getrimmte Variante 1.9 TDI e, welche sich mit durchschnittlich 4,5 Liter auf 100 Kilometer begnügen soll. Die beiden Zweiliter-Diesel mit 140 und 170 PS besitzen jetzt Common-Rail-Technik für einen ruhigeren Lauf. Bei den Benzinern kommen drei TFSI-Motoren mit einer Leistung zwischen 125 und 200 PS zum Einsatz, einziges Sechszylinder-Aggregat ist der 3.2 quattro mit 250 PS.

Doppelkupplungsgetriebe für alle
Ausgebaut wurde das Getriebeangebot: Fast alle Motoren besitzen nun serienmäßig ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Ausnahmen sind der 1.6 und der 1.9 TDI, bei denen Fünfgang-Boxen zum Einsatz kommen und der 3.2 quattro, der immer mit dem Doppelkupplungsgetriebe S-Tronic kombiniert wird. Die S-Tronic steht optional für alle anderen Motoren zur Verfügung, sie wird allerdings sukzessive Eingang in die A3-Palette finden. Zunächst ist sie nur für die Diesel mit 105 und 140 PS erhältlich. Beim 3.2, den Dieseln und dem 2.0 TFSI besitzt das Getriebe sechs Gänge, während der 1.6, der 1.4 TFSI und der 1.8 TFSI mit einer neu entwickelten Siebengang-S-Tronic zusammenarbeiten. Der bekannte Allradantrieb quattro ist neben dem 3.2 für die TFSI-Benziner mit 160 und 200 PS sowie für die beiden Zweiliter-Diesel erhältlich.

Neue Extras
Im Rahmen des Facelifts finden auch neue Extras Eingang in die A3-Modellpalette. Zu diesen gehört die adaptiv arbeitende Stoßdämpferregelung Audi magnetic ride. Bei diesem System verändert ein vom Bordcomputer gesteuertes Magnetfeld innerhalb von Millisekunden die Viskosität der Dämpferflüssigkeit und damit die Charakteristik der Dämpfung von komfortabel bis straff. Eine weitere interessante Neuheit ist der Parkassistent: Bei diesem bereits bei VW eingesetzten Feature überprüfen Ultraschallsensoren bei langsamer Vorbeifahrt die Längs-Parklücken am Straßenrand. Wenn eine von ihnen groß genug ist, wird dies angezeigt. Legt man den Rückwärtsgang ein und gibt Gas, steuert das System das Auto selbstständig in die Lücke, der Fahrer muss nur die Geschwindigkeit regulieren. Ebenfalls neu ist ein dynamisches Kurvenlicht.

Auslieferung ab Sommer
Mit dem Facelift wird auch die Serienausstattung des A3 aufgewertet, unter anderem besitzen jetzt alle Modelle eine Radioanlage mit vier Lautsprechern. Der Verkauf der facelifteten A3-Modelle startet ab sofort, die ersten Fahrzeuge sollen im Sommer ausgeliefert werden. Der Einstiegspreis für den dreitürigen Audi A3 1.6 beträgt 20.350 Euro, für den 1.6 Sportback möchten die Ingolstädter mindestens 21.250 Euro haben. Damit sind die Facelift-Versionen um 400 Euro teurer als die bisherigen Modelle.

Facelift für den Audi A3