Sieben traditionelle Systeme und drei textile Anfahrhilfen auf dem Prüfstand

Auch wenn es manche Zeitgenossen immer noch nicht einsehen: Sobald die Temperaturen fallen, gehören Winterreifen ans Auto. Und wer regelmäßig über Eis und Schnee fährt, sollte in der kalten Jahreszeit zusätzlich Schneeketten mitführen. Für Winterurlauber gehören die Traktionshilfen so oder so schon lange zur Standardausrüstung, da in der kalten Jahreszeit auf vielen Alpenpässen Kettenpflicht besteht.

Stoff nur für kurze Strecken
Nur für leichtere Aufgaben und kurze Strecken geeignet sind Anfahrhilfen, also spezielle Stoffnetze, die meist per einfacher Klammermontage auf den Rädern befestigt werden. Pünktlich zum Beginn der Wintersaison haben der ADAC und der österreichische Automobilclub ÖAMTC sieben traditionelle Kettensysteme und drei textile Anfahrhilfen unter die Lupe genommen. Während die Stoffüberzieher laut ADAC bei der Griffigkeit auf Schnee aufgeholt haben, fällt ihre Traktion auf Eis noch immer deutlich ab. Zudem ist auch ihre Haltbarkeit naturgemäß schlechter als bei stählernen Lösungen. Die Tester konstatieren, dass spätestens nach 16 Kilometer auf Beton nur noch Fetzen von den Textilnetzen übrig blieben. Somit überrascht auch das Endergebnis wenig: Testsieger ist eine Stahlkette, die Thule CL-10, die sich dank ihrer unkomplizierten Montage vom Rest des Feldes absetzen kann.

ADAC Schneekettentest