Die Benzinversion kommt mit Start-Stopp-System, der Diesel mit Allradantrieb

Einen Minivan hat Toyota seit der Einstellung des Yaris Verso nicht mehr im Programm. Stattdessen bringen die Japaner ein kleines SUV namens Urban Cruiser. Auf dem Pariser Autosalon (4. bis 19. Oktober 2008) zeigt Toyota das Serienmodell in Form der Version 1.4 D-4D 4x4 und nennt Details.

Nur 1,53 Meter hoch
Seit der seriennahen Designstudie, die im Frühjahr 2008 auf dem Genfer Salon stand, wissen wir, wie das Auto aussieht. Dass das kantige SUV auf dem eher rundlichen Yaris basiert, sieht man ihm nicht an. Mit 3,93 Meter ist der Cruiser auch deutlich länger als der nur 3,75 Meter lange Yaris. Die größere Länge kommt durch die Überhänge zustande, denn der Radstand ist der gleiche wie beim Yaris. Überraschend ist, dass sich auch die Höhe kaum vergrößert, denn 1,53 Meter sind nicht gerade viel für ein SUV. Anders als etwa beim Kia Soul bezieht sich die Bezeichnung SUV beim Urban Cruiser nicht nur auf die Optik, denn es soll auch eine Version mit Allradantrieb geben. Dabei handelt es sich um das gleiche System wie im RAV4. Bei normalen Straßenverhältnissen werden im Wesentlichen die Vorderräder angetrieben und nur bei Bedarf Kraft nach hinten geleitet.

Allradversion mit 1,4-Liter-Diesel ...
Der Allradantrieb wird mit einem 90 PS starken 1,4-Liter-Diesel gekoppelt, einer überarbeiteten Version des aus dem Yaris bekannten Zweiventilers. Das Auto wird serienmäßig mit Partikelfilter ausgestattet. Das maximale Drehmoment liegt über den gesamten Bereich zwischen 1.800 und 2.800 U/min bei 205 Newtonmeter und damit deutlich höher als beim Yaris 1.4D-4D mit seinen 180 Newtonmeter. Den Verbrauch gibt Toyota mit 5,1 Liter auf 100 Kilometer an, die CO2–Emissionen mit 133 Gramm pro Kilometer.

... oder Fronttriebler mit neuem Benziner
Daneben gibt es einen völlig neuen 1,3-Liter-Benziner, der mit Frontantrieb angeboten wird. Mit seiner variablen Ventilsteuerung (Dual VVT-i) ist das Aggregat 100 PS stark. Das maximale Drehmoment beträgt 132 Newtonmeter bei 3.800 Touren. Wie der Diesel wird der Benziner mit einem neuen Sechsgang-Getriebe gekoppelt. Damit soll das Auto mit 5,5 Liter Sprit auf 100 Kilometer auskommen. Die CO2-Emissionen liegen bei 130 Gramm pro Kilometer, so Toyota. Zum niedrigen Verbrauch trägt die serienmäßige Start-Stopp-Automatik bei, das erste System dieser Art von Toyota, wenn man einmal vom Hybridfahrzeug Prius absieht. Die Automatik schaltet den Motor ab, sobald das Fahrzeug im Leerlauf steht und der Fahrer den Fuß von der Kupplung nimmt. Wird zum Anfahren erneut die Kupplung durchgetreten, startet der Motor automatisch wieder.

Verschiebbare Rückbank
Im Innenraum fällt der Blick zuerst auf die muschelartige Gestaltung der Instrumentenumgebung. Ungewöhnlich fällt auch das runde Hauptinstrument aus, das Tacho und Drehzahlmesser enthält. Statt mechanischer Zeiger gibt es hier elektrochromatische Anzeigen. Die Ausführung mit Vorderradantrieb besitzt längs verschiebbare Rücksitze. Hier soll ein Umklapp-Mechanismus ähnlich dem Sitzkonzept des RAV4 für Variabilität sorgen. Die Allrad-Ausführung bietet zwar keine Schieberücksitze, dafür aber ein zweifaches Umklapp-System – Näheres dazu ist noch nicht bekannt. Der Kofferraum fasst beim Fronttriebler 314 bis 749 Liter, beim Allradler wurde bisher nur das maximale Ladevolumen bestimmt. Mit 656 Litern passt hier deutlich weniger Gepäck hinein. Der Urban Cruiser soll im Mai 2009 starten. Zu den Preisen äußert sich Toyota derzeit noch nicht.

Bildergalerie: Das City-SUV kommt