Die Technikstudie EA2 setzt auf X-by-Wire-Systeme

Leichtbau heißt das Wort der Stunde. Immer mehr Hersteller versuchen, ihren neuen Modellen Gewicht abzutrainieren. Erreicht wird die Erleichterung durch den Einsatz leichterer Materialien oder durch den Wegfall ganzer Bauteilgruppen. Nissan hat es bei der auf dem Murano basierenden Technik-Studie ,EA2" auf mechanische Bauteile abgesehen, die durch elektrische Komponenten ersetzt werden.

Steer by Wire
Beim im EA2 verbauten ,Steer by Wire", also Lenken per Kabel, verschwindet die konventionelle mechanische Anbindung der Lenkung an die Vorderräder. Ersetzt wird diese Verbindung durch platz- und gewichtsparende by-Wire-Komponenten. Auch General Motors hat mit dem Brennstoffzellenfahrzeug Sequel schon einen fahrbaren Steer-by-Wire-Wagen vorgestellt. Allerdings sind solche Fahrzeuge in Deutschland aus gesetzlichen Gründen noch nicht zulassungsfähig. Der EA2 fällt zudem durch sein eckiges, beinahe waagerecht angeordnetes Lenkrad auf. Für den leichten Ein- und Ausstieg soll es verschiebbar sein.

Brake by Wire
Beim Brake-by-Wire-System rücken laut Nissan an die Stelle von Bremskraftverstärkern, Bremsleitungen und hydraulischen Zylindern ebenfalls elektrische Verbindungen. Als Ergebnis liegt wiederum ein Platzgewinn an, hinzu kommen kürzere Pedalwege. Ein weiterer Pluspunkt: Einem leichteren Fahrzeug genügen auch kleiner dimensionierte Bremsen, was wiederum zu einer Gewichtseinsparung führt.

Shift by Wire
Das Shift-by-Wire-System ermöglicht es, eine verschiebbare Mittelkonsole zu installieren, so Nissan. Damit lässt sich der Raum für Fahrer und Beifahrer noch individueller anpassen. Apropos Raum: Insgesamt wächst die Innenraumlänge des EA2 durch die Platzeinsparungen im Gegensatz zum Serienmodell um 110 Millimeter auf 2.600 Millimeter. Dieser Längengewinn veranlasst Nissan, eine dritte Sitzreihe für zwei Personen in den Murano zu bauen. Zwar geht Nissan insgesamt von einer spürbaren Gewichts- und Verbrauchsreduzierung aus, genaue Zahlen wurden aber noch nicht bekannt gegeben. Auch zum Zeitpunkt einer eventuellen Serienreife machen die Japaner noch keine Angaben.

Nissans Draht-Murano