Seriennahes Fahrzeug zeigt Möglichkeiten der Abgasnachbehandlung

In kaum einem Land der Welt gelten strengere Abgasnormen als in den USA. Kein Wunder also, dass der Katalysator eine Erfindung für die Staaten war. Mercedes zeigt nun im Rahmen der vom 10. bis zum 19. April 2009 stattfindenden New York International Auto Show, kurz NYIAS, eine zukunftsträchtige Form der Abgasnachbehandlung.

Die saubere E-Klasse
Demonstriert wird die so genannte BlueTec-Technologie anhand der Studie E 250 BlueTec, die speziell für den nordamerikanischen Markt konzipiert wurde. Bei dem Fahrzeug handelt es sich im Wesentlichen um einen E 250 CDI mit doppelt aufgeladenem Common-Rail-Diesel und 204 PS an Bord. Die Kraftübertragung erfolgt über eine Sieben-Stufen-Automatik. Kernstücke des BlueTec-Systems sind zwei SCR-Katalysatoren, denen ein ,AdBlue"-Injektor vorgeschaltet ist. Adblue ist eine synthetische wässrige Harnstofflösung, die bewirkt, dass die Stickoxide in den SCR-Katalysatoren zu unschädlichem Stickstoff reduziert werden. Die Überwachung und Diagnose der komplexen Abgasnachbehandlung übernehmen mehrere Sensoren.

Beheizter Zusatztank
Der AdBlue-Betriebsstoff ist in einem 25-Liter-Tank untergebracht, der mit Membranpumpe, Ventil, Druck- und Temperatursensor sowie einer elektrischen Heizung ausgestattet ist. Letztere verhindert, dass die 33-prozentige Harnstofflösung bei tiefen Temperaturen gefriert. Der Tankinhalt soll für die Dauer eines Wartungsintervalls reichen und wird im Rahmen der regelmäßigen Wartungsdienste wieder aufgefüllt. Der Zusatztank ist in die Reserveradmulde integriert.

In Europa ab Herbst 2009
Den Durchschnittsverbrauch des E 250 Bluetec beziffert Mercedes auf 43 Meilen pro Gallone, umgerechnet rund 5,5 Liter. Nach Europa kommt die saubere E-Klasse ab Herbst 2009, aber mit einem anderen Motor, nämlich als E 350 Bluetec mit V6-Diesel und einem maximalen Drehmoment von 540 Newtonmeter. Das Fahrzeug wird dann bereits die für September 2014 geplante Abgasnorm EU6 erfüllen.

Sauberer Diesel-Benz