Vorstellung von zwei besonderen Challenger-Varianten in Las Vegas

Ausgefallenes Design und viel Leistung ist das Credo der alljährlich in Las Vegas stattfindenden Tuningmesse SEMA. Das Jahr 2008 steht im Zeichen des Muscle-Car-Revivals bei den großen Autobauern aus Detroit. Während Chevrolet auf der SEMA-Show den Camaro zeigt, präsentiert die sportliche Chrysler-Tochter Dodge neue Variationen des Challenger.

Hubraum über alles
Die Brücke zu den glorreichen Zeiten der späten 1960er- und frühen 1970er Jahre schlägt die Studie Dodge Challenger SRT10. Der Name leitet sich von Chryslers Hochleistungsdivision SRT (Street and Racing Technologies) ab, die Ziffer zehn gibt die Anzahl der Zylinder an. Zum Einsatz kommt der Aluminium-V-Zehnzylindermotor aus der Dodge Viper. Das Motormonster erzeugt aus gigantischen 8,4 Liter Hubraum eine Leistung von 600 PS und ein maximales Drehmoment von 760 Newtonmeter. Lackiert ist die Studie in ,Tornadorot" und setzt mit schwarzen Kohlefaser-Hauben vorn und hinten besondere Akzente. Die Motorhaube mit Luftansaughutze ist eine nostalgische Reminiszenz an den Hemi Cuda von 1970, eine leistungsstarke Version des Plymouth Barracuda. Den Innenraum dominieren Sportsitze und Karbonfaserakzente, zudem gibt es einen roten Startknopf.

Der Biss der Schlange
Bei der Entwicklung der Fahrzeuge für die SEMA 2008 mitbeteiligt war die Firma Mopar, bei Chrysler zuständig für Zubehör und Ersatzteile. So auch beim Dodge Challenger Targa, der bereits als vollwertiges Wettbewerbsfahrzeug das ,Targa Neufundland Rennen" bestritten hat. Von diesem leitet sich auch der Name ab, ein herausnehmbares Dachteil sucht man vergeblich. Das ,schlangenhaut-grün" lackierte Fahrzeug leiht sich viele Teile von der Viper aus. Um die Frontpartie möglichst tief zu halten, kommt der so genannte ,Splats"-Frontspoiler von Mopar zum Einsatz.

Kraft aus acht Zylindern
Platz für den 540 PS starken V8-Motor mit 624 Newtonmeter Drehmoment schafft eine Hutze auf der Motorhaube. Seine Kraft schickt das Aggregat durch ein Sechsgang-Schaltgetriebe und die modifizierte serienmäßige Antriebsachse an die Hinterräder. Das optimierte Fahrwerk und die verbesserten Bremsen stammen von der Dodge Viper ACR. Letztere hat vor kurzem auf der Nürburgring-Nordschleife den Rundenrekord für Produktions-Straßenfahrzeuge gebrochen.

Hubraum über alles