Parallelhybrid mit 30 Kilowatt starkem Elektromotor

Die Studie HCD-11 Nuvis soll auf der New York Auto Show (10. bis 19. April 2009) einen Blick in die Zukunft der Marke Hyundai ermöglichen. Das betrifft sowohl das Design als auch die Hybridtechnik unter der Haube.

Parallelhybrid-System
Das mit Flügeltüren ausgerüstete, 4,78 Meter lange SUV besitzt die so genannte Blue-Drive-Architektur von Hyundai. Dabei handelt es sich um ein Parallelhybrid-System, das auch in der nächsten Sonata-Generation in den USA zum Einsatz kommen soll. Auch in der jüngst vorgestellten Plug-in-Hybridstudie Blue-Will arbeitet es, dort jedoch mit anderen Komponenten. Im Nuvis wird ein 2,4-Liter-Benziner mit einem 30 Kilowatt (41 PS) starken Elektromotor kombiniert. Das Ottoaggregat wurde bezüglich Reibung optimiert. Es wird im Stand abgeschaltet und neu gestartet, sobald das Gaspedal gedrückt wird. Dabei wird ein Startergenerator verwendet, also ein Aggregat, das die Funktionen von Anlasser und Lichtmaschine in einer Elektromaschine zusammenfasst. Beim Auslaufenlassen oder Bremsen wird Bewegungsenergie zurückgewonnen.

Lithium-Polymer-Batterien
Die drei oberen Stufen der eingesetzten Sechsgang-Automatik sind lang ausgelegt, was durch niedrigere Drehzahlen Sprit spart. Demselben Ziel dienen rollwiderstandsarme Reifen sowie die Servolenkung. Das Antriebssystem verfügt neben dem Hybridmodus über eine rein elektrische Betriebsart. Dann kommt die Energie ausschließlich aus den Lithium-Polymer-Batterien, die hinten unter dem erhöhten Kofferraumboden liegen. Sie besitzen eine Kapazität von 5,3 Amperestunden und liefern eine Spannung von 270 Volt. Daraus ergibt sich durch Multiplikation ein Speichervermögen von etwa 1,4 Kilowattstunden Energie. Den Verbrauch gibt Hyundai mit geschätzten sieben Liter auf 100 Kilometer an.

Bildergalerie: Hybrid-Flügeltürer