Hot Rods und Seriensportler: So präsentiert sich das japanische Marken-Duo

Der Nissan GT-R ist ein Alptraum für Tuner. Schon ab Werk bietet der scharfe Japaner 480 PS, einen intelligenten Allradantrieb, supersportliche Fahrdynamik und vorbildliche Umgangsformen. Und all das für einen Preis von deutlich unter 80.000 Euro. Wie soll man solch ein Auto noch verbessern? Nissan selbst hat es erst gar nicht versucht und bringt demonstrativ ein Serienfahrzeug mit zur Tuning-Messe: Auf der SEMA-Show in Las Vegas (4. bis 7. November 2008) steht folglich eine komplett unveränderte Version des GT-R.

Sportlimousine und -coupé
Trotzdem haben Tuning-Fans keinen Grund zur Panik, denn die übrigen Produkte auf dem kombinierten Nissan-/Infiniti-Messestand sind allesamt ziemlich weit weg von ihrem serienmäßigen Urzustand. So stellt etwa der Nissan-Rennfahrer und Tuner Steve Millen gleich zwei überarbeitete Konzernmodelle vor: die Sportlimousine Nissan Maxima und das Infiniti G37 Coupé. Beide werden mit Zweifarb-Lackierung, Dach- und Heckspoilerwerk sowie Sponsorenbeklebung äußerlich auf Rennsport getrimmt. An technischen Verbesserungen kommen unter anderem Rennbremsen von AP Racing, breite Sportreifen sowie dezente Motorüberarbeitungen zum Einsatz.

Asia-Hot-Rod
Über einen bestimmten Wagen am Asiaten-Stand werden die meisten Messe-Besucher garantiert stolpern. Der Z Highboy Roadster ist ein waschechter US-Hot-Rod und basiert auf einem Ford Model A von 1932. Unter der Haube bollert aber nicht etwa ein V8 aus Detroit, hier schlägt ein rein japanisches Herz. Das knallgelbe, von einem Nissan-Mitarbeiter modifizierte Showcar wurde mit dem Antriebsstrang eines Nissan 300 ZX ausgerüstet, verfügt also über dessen Sechszylinder mit Doppelturbo, der im Serienzustand rund 300 PS bereit stellt.

Renn- und Straßensport
Zusätzlich bringen Nissan und Infiniti zahlreiche Tuning-Autos nach klassisch japanischer Machart mit in die Wüstenstadt. Der Sportwagen 350Z etwa findet sich gleich zweimal am Nissan-Stand: Als Wettbewerbsfahrzeug der SCCA-Rennserie und als aufgemotzter Streetracer, den der US-Tuner Westside Group zusammen mit dem japanischen Veredler Mines Performance aufgebaut hat. Und auch die Fans großer SUVs kommen nicht zu kurz: Die hauseigene Motorsportabteilung NISMO präsentiert den massiven Pick-up Titan und bei Infiniti steht das XXL-SUV QX56. Dem schwarzen Ungetüm hat RCH Designs 26-Zoll-Räder, eine Sony-Hifi-Anlage und ein komplett überarbeitetes Interieur spendiert.

SEMA: Nissan und Infiniti