TÜV Rheinland warnt vor möglichen Folgekosten bei Billigangeboten

Wer die Umwelt und gleichzeitig seinen Geldbeutel schonen will, der kann sein Fahrzeug nachträglich mit einer Gasanlage auszurüsten. Vorsicht ist jedoch bei besonders billigen Umrüstsätzen geboten: Denn wenn die erforderliche Abgas-Expertise fehlt, kann das Schnäppchen schnell zur Kostenfalle werden, warnt der TÜV Rheinland.

Keine Zulassung ohne Gutachten
Demzufolge liegen die Umrüstkosten für Flüssiggasanlagen (LPG) in der Regel zwischen 2.000 und 2.500 Euro. Erdgasanlagen (CNG) schlagen mit rund 4.500 Euro zu Buche. Aufpassen sollten Kunden bei Billigangeboten für Umrüstsätze – beispielsweise aus dem Ausland. Denn ohne Abgas-Gutachten ist eine Kfz-Zulassung für den bivalenten Betrieb mit Gas und Benzin nicht möglich. Die Zusatzkosten für ein Einzelgutachten können sich laut TÜV Rheinland dann schnell auf 1.500 Euro belaufen.

Sachverständige überprüfen Sicherheit
Wer allerdings in jeder Hinsicht auf Nummer sicher gehen will, der sollte sein Fahrzeug von einem amtlich anerkannten Sachverständigen nach der deutschen Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung prüfen lassen. Diese Fachleute überprüfen, ob alle Komponenten der Gasanlage zugelassen und zudem sicher verbaut sind.

Weniger Mineralölsteuer
Sowohl komprimiertes Erdgas als auch Auto- beziehungsweise Flüssiggas sind von der Mineralölsteuer begünstigt und damit kostengünstiger für den Fahrer. Dank geringer Emissionen sind mit Gas betriebene Fahrzeuge zudem umweltfreundlicher. Für Gebrauchtwagen soll sich in der Regel eher die Nachrüstung einer Autogasanlage eignen: Der Aufwand ist geringer, der zweite Tank findet zum Beispiel in der Reserveradmulde Platz. Beim Einsatz von Erdgas dürfen die Werkstätten wegen des hohen Drucks von 200 bar nur zylindrische Tanks verwenden, die bei einer Nachrüstung fast immer im Kofferraum untergebracht werden. Das reduziert den Stauraum erheblich. Bei Neufahrzeugen hingegen montieren die Hersteller die Tanks meist unter dem Auto.