Testprogramm ist auf zwölf Monate ausgelegt

Nach dem Auftakt von Pilotprojekten zur Elektromobilität in USA und Deutschland ist der Mini E nun auch in Großbritannien zum Start bereit. Premierminster Gordon Brown begrüßte den Mini E im schottischen Glasgow. BMW baut damit seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf dem Gebiet der elektrischen Mobilität weiter aus. Der Hersteller beabsichtigt die Teilnahme an einem Forschungsprojekt der britischen Regierung zur Entwicklung einer öffentlichen Infrastruktur für elektrisch betriebene Fahrzeuge.

Zuschüsse für E-Fahrzeuge
Die britische Regierung plant ein umfassendes Förderprogramm zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Straßenverkehr. Neben individuellen Zuschüssen zum Kauf von Elektrofahrzeugen ist vor allem die öffentliche Unterstützung beim Aufbau einer Versorgungsinfrastruktur vorgesehen. Das Forschungsprojekt des Technology Stategy Board (TSB) der Regierung sieht eine enge Kooperation zwischen Fahrzeugherstellern, Energieversorgern und öffentlichen Körperschaften vor.

Universität begleitet Projekt
In einer derartigen Partnerschaft liegt auch nach Ansicht von BMW-Vorstandmitglied Ian Robertson der Schlüssel für einen erfolgreichen Start in das Zeitalter der CO2-freien Mobilität. Er unterbreitete dem TSB konkrete Pläne für ein auf zwölf Monate ausgelegtes Testprogramm mit dem Mini E. Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts wird durch die Oxford Brookes University gesichert.

Mini E – Teil von ,project i"
Der Einsatz des Mini E im Alltagsverkehr ist Bestandteil eines Gesamtkonzepts der BMW Group, mit dem unter dem Namen ,project i" die Entwicklung von innovativen Formen der Mobilität in großstädtischen Ballungsräumen vorangetrieben wird. Für das weltweit einzigartige Pilotprojekt in den USA und die beiden Gemeinschaftsprojekte in Deutschland wurden bereits rund 500 Exemplare des Mini E im Mini-Werk Oxford und in München produziert.

204 PS starker E-Motor
Der Mini E wird von einem Elektromotor mit einer Leistung von 150 Kilowatt (204 PS) und einem maximalen Drehmoment von 220 Newtonmeter angetrieben. Der Motor überträgt seine Kraft nahezu lautlos und emissionsfrei über ein einstufiges Stirnradgetriebe an die Vorderräder. Für die Beschleunigung von null auf 100 km/h benötigt der Mini E nur 8,5 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 152 km/h begrenzt.

Lithium-Ionen-Akkus
Die Antriebsenergie wird in modernen, speziell für den Einsatz im Automobil entwickelten Lithium-Ionen-Akkus gespeichert, die dem Mini E eine Reichweite von mehr als 250 Kilometern ermöglichen sollen. Das Wiederaufladen der Energiespeicher ist an jeder konventionellen Netzstrom-Steckdose möglich.

Bildergalerie: Mini E auf die Insel