Neue Turbolader und höhere Drehzahl ermöglichen deutliche Leistungssteigerung

Einen Supersportler wie den Porsche GT2 muss man ja eigentlich nicht mehr optimieren. Und doch scheint es Bedarf an getunten Boliden zu geben. Dabei kann man den Akzent auf die Optik oder auf die Technik legen. Bei seiner Version des Porsche GT2 lässt der Dortmunder Tuner 9ff das Äußere fast unverändert, nur Motor und Fahrwerk werden verbessert.

670 statt 530 PS
Mit dem 9ff GT2 präsentiert das Team um Inhaber und Chefentwickler Jan Fatthauer ein Fahrzeug für Rennstrecke und Straße. Dabei hebt ein so genanntes "Bold on kit" die Leistung von 530 auf 670 PS an. Das Drehmoment steigt ebenfalls deutlich, von 680 auf 800 Newtonmeter. Die beiden Serien-Turbolader werden durch eigens entwickelte Lader mit variabler Turbinengeometrie ersetzt. Die Anpassung des Motorsteuergerätes mit einer Erhöhung der Maximaldrehzahl auf 7.200 U/min ergänzt das Paket. Die Dortmunder bauen außerdem ein leichtes Einmassen-Schwungrad ein und verwenden eine Kupplungsscheibe mit organischer Beschichtung. Die spezielle Oberfläche soll ein Anfahren mit wenig Ruckeln ermöglichen.

Einstellbarer Sound
Auf den stärkeren Motor mit den anderen Ladern abgestimmt wurde das mit speziellen Ansaugrohren versehene Lufteinlasssystem. Die Abgasanlage erhält andere Fächerkrümmer, besondere Katalysatoren und Endschalldämpfer aus Titan, wobei anders als beim Serien-GT2 vier statt nur zwei Rohre sichtbar sind. Besonderheit des Systems: Die Abgasanlage kann im Klang eingestellt werden. Per Cockpit-Knopf kann man zwischen einem seriennahen Sound und einem kraftvolleren Rennsportklang umschalten.

Deutlich schneller beim Spurt auf Tempo 300
Die 3,7 Sekunden, die schon beim Serien-GT2 für den Tempo-100-Spurt im Datenblatt stehen, lassen sich auch durch 140 Zusatz-PS kaum mehr unterbieten. Immerhin spart der Tuning-GT2 hier noch eine Zehntelsekunde ein. Deutlicher ist die Verbesserung im Hochgeschwindigkeitsbereich: Bis 200 km/h vergehen 9,8 Sekunden. Hier nimmt das Auto von 9ff dem Serienpendant knappe zwei Sekunden ab. Aus dem Stand bis zum Erreichen der 300-km/h-Marke vergehen 25,8 Sekunden. Selbst Supersportler vom Schlage eines Ferrari Enzo oder Porsche Carrera GT müssen sich hier geschlagen geben, so der Tuner.

Optimiertes Fahrwerk
Das auf der Nordschleife optimierte Fahrwerk soll dafür sorgen, dass bei allen Renntauglichkeit der Komfort nicht zu kurz kommt. 9ff baut doppelte Federn an beiden Achsen ein. Das 670-PS-Motorkit kostet 29.900 Euro; 13.900 Euro kostet ein Kit für 600 PS. Von 9ff getunte GT2-Komplettfahrzeuge gibt es ab 189.000 Euro.

Bildergalerie: Einstellbarer Sound