Wolfsburger mit werksgepimpten Passat CC und TDI-Rennwagen auf Jetta-Basis

Die Wolfsburger starten mit einem markigen Motto auf der SEMA-Show: ,The people want European Performance. And they want it now." Frei übersetzt: ,Das US-Volk verlangt europäische Leistung – und zwar jetzt." Als Beweis für diese These präsentiert VW eine kleine aber feine Auswahl heiß gemachter Volks-Wagen in Las Vegas.

Dreistufiger Kompressor
Mit dem Passat CC Eco Performance Concept etwa wollen die Niedersachsen demonstrieren, dass sportliche Leistung nicht unbedingt gleichbedeutend sein muss mit rücksichtsloser Umweltverpestung. Die mächtige Frontmaske des Viertürer-Coupés lässt mit ihren gierig aufgerissenen Kühlluftschlünden schon erahnen, dass sich unter der Haube einiges getan hat. Dem ab Werk verbauten 2.0-TSI haben die Macher im kalifornischen VW Design Center nämlich einen dreistufigen Turbolader spendiert und so die Serienleistung gehörig gesteigert. Der Turbo lässt sich in folgenden Einstellungen betreiben: Full-Power-Modus (315 PS), GT-Modus (255 PS) und Eco-Modus (225 PS).

Stärker und sparsamer
Fast noch interessanter als die maximal 115 Extra-PS ist allerdings die Tatsache, dass VW für diesen Motor einen deutlich geringeren Spritverbrauch verspricht. Im Eco-Mode soll sich der Passat CC (nach US-Messmethode) mit 8,7 Liter pro 100 Kilometer Stadtverkehr zufrieden geben – die schwächere Serienversion schluckt mit 12,4 Liter auf 100 Kilometer deutlich mehr.

Passat CC ,Gold Coast" Edition
Mit der ,Gold Coast" Edition feiert in Las Vegas ein weiterer Sonder-CC Weltpremiere. Eine aufwändige Speziallackierung wertet das große Coupé bereits äußerlich auf, während im Inneren feines Leder und veredelte Zierelemente verbaut sind. Die Technik wurde dezent verbessert: An der Vorderachse sorgt die Keramikbremse des Audi R8 für gnadenlose Verzögerung und ein KW-Sportfahrwerk soll allzeit guten Kontakt zur Straße sicherstellen. Den Antrieb erledigt der serienmäßig belassene 3,6-Liter-FSI-V6, der seine 280 PS über ein Sechsgang-DSG an die Antriebsräder leitet.

Performance Tiguan
Tuning-Konzept Nummer drei basiert auf dem aktuellen Kompakt-SUV der Niedersachsen. Um den Namenszusatz ,Performance" zu rechtfertigen, wurde beim Show-Tiguan tief in die Tuning-Trickkiste gegriffen: Der 2.0 TSI wird von einem größeren Turbolader beatmet, saugt seine Luft durch eine Karbon-Airbox und pustet die Verbrennungsrückstände über einen Sportendschalldämpfer von APR ins Freie. Das Resultat ist eine Höchstleistung von 300 PS. Weitere Verbesserungen sind die 19-Zoll-Felgen mit 225er-Reifen und eine verstärkte Bremse mit gelochten 328er-Scheiben und Sportbelägen von Brembo. Akustische Highlights setzt die 1.400-Watt-Anlage aus dem Hause Rockford Fosgate, die im Zusammenspiel mit dem VW-eigenen DVD-Navi RNS 510 für gute Unterhaltung sorgt.

Rennwagen mit Selbstzünder
Last but not least stellt VW zudem einen reinrassigen Rennwagen und dessen zivilen Ableger auf der SEMA-Show vor. Die Basis des Cup-Fahrzeugs, ein VW Jetta TDI, erscheint zunächst ungewöhnlich. Allerdings ist der Stufenheck-Golf in den USA erstens extrem gefragt, und zweitens soll der TDI-Einsteiger-Cup die Amis von den sportlichen Qualitäten des Dieselmotors überzeugen. Der weitgehend serienmäßig belassene 2,0-Liter-TDI leistet 170 PS und ist an ein Sechsgang-DSG gekoppelt. Für optimale Traktion verbaut VW zudem eine Differenzialsperre an der angetriebenen Vorderachse. Der Selbstzünder dürfte mit der ausgeräumten Rennversion deutlich leichteres Spiel als mit einem Normalo-Jetta haben. Im kargen Innenraum gibt's nämlich nur das Nötigste: einen Vollschalensitz inklusive HANS-Sicherheitssystem, Fahrerairbag und einen FIA-konformen Sicherheitskäfig.

Jetta TDI-Cup Edition
Zusätzlich zum Racer gibt's auch die entsprechende Straßenversion namens Jetta TDI Cup Street Edition zu sehen. Die übernimmt die neue Front mit den riesigen Kühleröffnungen ebenso vom Rennwagen wie den 2,0-Liter-TDI. Der Motor leistet in der zivilen Variante allerdings nur 140 PS. 18-Zoll-Felgen mit 225er-Sportreifen von Yokohama sowie das Sechsgang-DSG gehören zum Lieferumfang des ab 2010 in den USA erhältlichen Sondermodells.

Bildergalerie: Power to the people