Flacher geht's nimmer: Exklusive Rennflunder mit 600 PS soll Ende 2008 kommen

4,99 Meter lang, 1,97 Meter breit und gerade 97 Zentimeter hoch: Das sind die Eckdaten des Veritas RS III, der voraussichtlich ab Ende 2008 in Kleinserie produziert werden soll. Bereits im Jahr 2000 tauchte ein Prototyp des RS III auf der Motor Show in Essen auf. Gebaut wurde die mit einem BMW-V12-Frontmotor bestückte Studie dann aber erstmal doch nicht.

M-Power für den Supersportler
Die aktualisierte Fassung des Extremsportwagens sieht der 2000er-Studie nicht nur extrem ähnlich, auch bei der Antriebstechnik sollen Parallelen existieren. Geplant ist, auch den Veritas des Jahres 2008 mit BMW-Motoren auszurüsten. Angesichts der endlos langen Haube der Flunder scheint es jedenfalls nicht abwegig, dass dort wahlweise ein V8 oder ein V10 von BMW seiner Arbeit nachkommen wird. Veritas jedenfalls nennt als geplante Höchstleistung 600 PS.

Mit Helmpflicht
Diese Power soll den leichten Sportler auf maximal 347 km/h katapultieren. Hinterm Steuer des RS III dürften sich Ausflüge in die Vmax-Sphären ausgesprochen dramatisch anfühlen: Eine echte Windschutzscheibe hat der silberne Flachmann nämlich nicht. Stattdessen gibt's eine kleine Plexiglashaube vor der Pilotenkanzel, die allerdings so klein ist, dass sie höchstens das Lenkrad vor Fahrtwind schützt. Über den Preis gibt es noch keine Angaben. Der Wagen entsteht allerdings in Handarbeit und in einer Kleinserie von etwa 30 Stück jährlich. Und da der Hersteller als Zielgruppe die ,zahlungskräftige Kundschaft" auserkoren hat, dürfte der RS III nicht gerade ein Sonderangebot werden.

Lange Geschichte
Der Name Veritas und die kompromisslos sportliche Ausrichtung des RS III: Beide knüpfen an eine kurze aber illustre Erfolgsgeschichte an, die kurz nach dem zweiten Weltkrieg begann und 1954 mit dem Konkurs endete. Von ehemaligen BMW-Mitarbeitern gegründet, baute der Kleinserienhersteller Veritas an verschiedenen Standorten – zuletzt am Nürburgring – erfolgreiche Rennwagen auf Basis des Vorkriegsmodells BMW 328. Veritas selbst meldete 1950 Konkurs an. Die als Nachfolgerin gegründete Dyna Automobil GmbH produzierte noch bis 1954 geschätzte 176 Straßensportwagen vom Typ Dyna-Veritas. Dann gingen auch hier die Lichter aus und die Reste des Kleinserienherstellers wurden von BMW übernommen.

Veritas RS III