Der Flügeltürer ist nur noch mit wenig Tarnung unterwegs

Der eine ist längst Legende, während der andere sich noch geheimnisumwittert gibt. Die Rede ist vom berühmten Mercedes 300 SL Flügeltürer (1954-1957) und seinem modernen Nachfolger, dem Mercedes SLS AMG. Die jüngsten SLS-Erlkönigbilder zeigen jetzt neue Karosseriedetails des Supersportlers.

Optik mit Geschichte
So zeigt die Frontansicht weite Teile des großen, horizontal geteilten Kühlergrills, auf dem mittig der Mercedes-Stern prangen wird. Bei den flachen, eckigen Scheinwerfern sind Tagfahrlicht und Blinker in LED-Technik ausgeführt. In der Seitenansicht ist die Proportionierung des 4,64 Meter langen SLS AMG nun besser erkennbar. Wie beim historischen Vorbild gibt es eine lange Motorhaube und ein rundliches, leicht abfallendes Heck mit integriertem Spoiler und schmalen LED-Rückleuchten. Dazwischen befinden sich als weiteres Zitat an die Tradition Flügeltüren, die in einem Winkel von 70 Grad öffnen, wie Mercedes bereits mitteilte. Das Cockpit im sachlichen Leder-Alu-Look ist bereits von offiziellen Bildern bekannt.

Ordentlich Kraft
Ebenfalls schon amtlich sind die Daten des Transaxle-Antriebs: Während vorne ein 6,3-Liter-V8-Saugmotor mit 571 PS arbeitet, ist das erstmals eingesetzte Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe hinten untergebracht. Vier Schaltprogramme stehen zur Auswahl, hinzu kommt eine ,Launch-Control", die beim Anfahren die optimale Drehzahl bereitstellt. Die Beschleunigung auf 100 km/h beträgt 3,8 Sekunden, die Spitze beziffert Mercedes auf 315 km/h. Die Karosserie soll dank Aluminium-Spaceframe-Technik nur 241 Kilogramm wiegen. Die Premiere des SLS AMG findet im September 2009 auf der IAA in Frankfurt statt, die ersten Fahrzeuge werden im Frühjahr 2010 ausgeliefert.

Bildergalerie: Erwischt: Mercedes SLS