Neuer Top-Benziner, Achtstufen-Automatik und dezente Retuschen am Blechkleid

In der Ruhe liegt die Kraft: Die japanische Luxuslimousine Lexus GS startet zwar mit zahlreichen Änderungen ins aktuelle Modelljahr 2008 – allerdings sitzen die interessantesten Änderungen dort, wo man sie nicht auf Anhieb sieht. Von außen hat sich auf den ersten Blick nämlich nicht allzu viel getan: Eine behutsam renovierte Front mit neuer Schürze und dezenten Chromapplikationen am Grill, ein neuer Heckabschluss sowie Seitenspiegel mit integrierten Blinkern – das war's schon.

Effizienz-V8
Unterm Blech hingegen hat sich ungleich mehr geändert: So spendieren die Japaner ihrem BMW-5er-Konkurrenten einen neuen Top-Benziner, den 4,6-Liter-V-8, der im GS 460 verbaut wird. Mit 347 PS und 460 Newtonmeter stellt der Motor seinen 4,3-Liter-Vorgänger nicht nur leistungsmäßig in den Schatten, er soll auch gleichzeitig ,grüner" sein. Lexus spricht von einem Verbrauch, der sich für diese Klasse relativ bescheiden ausnimmt: Lediglich 11,0 Liter Ottokraftstoff soll der V8 für 100 Kilometer Fahrstrecke aus dem Tank saugen – der GS 430 genehmigte sich noch 11,4 Liter. Auch beim CO2-Ausstoß hat der neue Motor die Nase vorn: Laut Lexus pustet der GS 460 mit 258 Gramm elf Gramm weniger pro Kilometer in die Umwelt als der alte Top-Benziner.

Große Gangreserve
Eine Weltpremiere stellt die gemeinsam mit Getriebespezialist Aisin entwickelte Automatik-Schaltbox des GS 460 dar: Sie ist nämlich der erste Achtstufen-Automat in einem Serienfahrzeug. Das neue Getriebe soll nicht nur für hohen Komfort sorgen, sondern auch sportliche Fahrleistungen ermöglichen: Wer es darauf anlegt, kann laut Lexus in 5,8 Sekunden auf Tempo 100 sein und den Wagen auf elektronisch abgeregelte 250 Sachen Spitze treiben. Keine Änderungen hingegen bei der übrigen Motorenpalette: An der Basis gibt's weiterhin den 3,0-Liter-V6 mit Benzindirekteinspritzung und 249 PS, der 450h mit Hybridantrieb und 345 PS Systemleistung gibt den Umweltfreund.

Heiße Kurven, kühle Sitze
Beim GS-Fahrwerk kommt ab sofort bei der gesamten GS-Palette mehr Technik zum Einsatz: Ab Modelljahr 2008 rollen alle Varianten grundsätzlich mit dem Fahrwerksmanagement VDIM und dem adaptiven Dämpfungssystem AVS vom Band. Die beiden Topmodelle GS 460 und GS 450h können zusätzlich mit aktiven Stabilisatoren geordert werden, die der Seitenneigung in schnellen Kurven entgegen wirken sollen. Im Innenraum schließlich fallen die Änderungen erneut behutsam aus: Am Lenkrad gibt's optimierte Bedientasten und die Infotainment-Ausstattung wird um einen Audio-Eingang für MP3-Player erweitert. Zudem verbaut Lexus im GS nun auf Wunsch Sitze mit Semianilin-Lederbezug und integrierter Belüftung.

Bildergalerie: Lexus GS: Facelift