Die Stil-Ikone aus den 50ern soll wieder auferstehen

Während AMG, die Performance-Tochter von Mercedes, für Anfang 2010 den Nachfolger des legendären Flügeltürers 300 SL ankündigt, will ein Amerikaner die alte Form des Sportwagens bewahren. Arturo Alonso, Chef der Firma Gullwing-America, will den Mercedes 300 SL Panamericana mit moderner Technik wieder auferstehen lassen.

Leichte Karosserie auf deutscher Basis
Alonsos schön gestylter 300 SL Panamericana basiert auf einer SL-Replik der in Deutschland produzierenden Gullwing-AG. Über einem pulverbeschichteten Stahl-Chassis liegt die Karosserie aus Aluminium- und Fiberglas-Schichten. Keine Stoßfänger, seitlich austretende Endrohre und ein neu gezeichneter Grill kennzeichnen den Panamericana-Nachbau. Im Vergleich zum Original kommen jede Menge Annehmlichkeiten in den Neuen. So wird der Wagen mit einer Servolenkung, einem Tempomaten, einem Startknopf, einer Klimaanlage, Hosenträger-Gurten, einem Becker-Mexico-CD-Radio mit iPod-Adapter und Maßgepäck aus Leder ausgerüstet.

Motor von AMG
Im Fahrwerk des neuen 300 SL Panamericana arbeiten einstellbare Dämpfer und die Verzögerungsarbeit übernehmen rundum Scheibenbremsen mit rot lackierten AMG-Bremssätteln. Sie sitzen in 17-Zoll-Old-School-AMG-Leichtmetallfelgen. Als Motorisierung steht anfangs eine 5,5-Liter-V8-Mercedes-Maschine zur Verfügung, die zum Beispiel im SLK 55 AMG zum Einsatz kommt. Gullwing-America bringt das Aggregat über eine modifizierte Motorsteuerung von 360 auf 370 PS, das maximale Drehmoment steigt von 510 auf 530 Newtonmeter. 2010 will der Hersteller den Wagen auch mit einem Mercedes-V6-Motor anbieten. Das aus dem C 350 CGI BlueEfficiency bekannte Aggregat soll 320 statt serienmäßig 292 PS leisten, das Drehmoment geht von maximal 365 auf 360 Newtonmeter runter. Geschaltet wird über eine manuelle Sechsgang-Schaltung.

Auch innen retro
Als Lackierungen stehen Silber mit blauen Akzenten an den vorderen Kotflügeln, Weiß mit roten Streifen und Schwarz zur Wahl. Innen kommt rotes Leder zum Einsatz, die Instrumententafel soll mit der des original Panamericana aus den 50ern identisch sein. Bisher gibt es von dem Wagen zwar nur computergenerierte Zeichnungen, aber Alonso verspricht für seinen 2009er SL ein besseres Handling und deutlich mehr Komfort. Den Preis und den Termin des Markstarts hat uns der Hersteller bisher auch auf Nachfrage nicht bekannt gegeben.

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