Modifizierte Karosserie, breitere Räder und überarbeitetes Fahrwerk

Was der Porsche 911 für deutsche Autofans ist und die Marke Ferrari den Italienern bedeutet, das ist die Corvette für die US-Amerikaner – ein Sportwagen-Mythos. Untrennbar dazu gehört die Leichtbau-Rennsportvariante Grand Sport, die 1963 vom Vater der Corvette, dem russischstämmigen Ingenieur Zora Arkus-Duntov konzipiert wurde. Nun kündigt Chevrolet eine Neuauflage der Corvette Grand Sport an.

Breitere Räder und überarbeitetes Fahrwerk
Die Besonderheiten des Neulings sind diverse Modifikationen an Karosserie und Fahrwerk. So besitzt die Corvette Grand Sport einen Lüftungsschlitz in der Fronthaube, drei Kiemenschlitze statt einem hinter den Vorderrädern, besondere 18-Zöller vorne und 19-Zöller hinten. Sie werden mit Reifen der Größe 275/35 ZR 18 und 325/30 ZR 19 bestückt. Die Bremsen sind vorne 355 Millimeter groß, hinten beträgt der Scheibendurchmesser 340 Millimeter. Außerdem wurden Federn, Dämpfer und Stabilisatoren überarbeitet. Die Handschalter werden durch ein Trockensumpf-Ölsystem, einen Differenzialkühler und die nach hinten verlegte Batterie noch renntauglicher gemacht. Außerdem wurde beim Handschalter die Getriebeübersetzung verändert.

Schneller trotz gleichem Motor
Obwohl die neue Version den gleichen 6,2-Liter-Motor mit 437 PS besitzt wie die normale Corvette C6, ist die neue Variante schneller beim Spurt: Die Sprintzeit auf 100 km/h verkürzt sich um 0,2 Sekunden. Das bedeutet: Die Handschaltversionen sprinten in 4,1 Sekunden auf 100, die Automatikvarianten in 4,2 Sekunden. Denn wie die normale Corvette gibt es die neue Version mit Sechsgang-Schaltung oder Sechsgang-Automatik. Außer als Coupé gibt es die Grand-Sport-Version auch als Cabrio – wie die normale Vette.

Annäherung an die Corvette Z06
Insgesamt nähert sich die Corvette Grand Sport an die Z06 an, doch anders als diese besitzt sie in der Coupéversion ein abnehmbares Dach. Außerdem gibt es die Z06 nicht als Cabrio und auch nicht mit Automatik. Die neue Variante wird in allen Corvette-Serienfarben angeboten. Optional kann man ein Heritage-Package bestellen. Damit erhält die Corvette zweifarbige Sitze mit Grand-Sport-Emblem. Außerdem gehören die beiden typischen Hash Marks zu dem Paket – die Doppelstriche am linken vorderen Kotflügel.

Schon 1996 als limitierte Edition
Die Hash Marks waren ein Kennzeichen einiger Modelle des Originals von 1963. Von diesem entstanden seinerzeit nur fünf Exemplare. Da sich General Motors wenig später aus dem herstellerunterstützten Motorsport zurückzog, wurden sie nie offiziell in Straßenrennen eingesetzt. Doch die fünf Prototypen blieben nicht ungenutzt, sondern wurden von Privatfahrern in zahlreichen Rennen der 60er-Jahre gefahren. Bereits die damalige Corvette Grand Sport besaß einen 6,2-Liter-V8. Das Original wurde schon 1996 beerbt – durch eine limitierte Version der Corvette C4. Alle 1.000 Stück der C4 Grand Sport wurden in "Admiral Blue" lackiert und besaßen einen weißen Längsstreifen in der Mitte sowie rote Hash Marks.

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