Premiere für Touareg V6 TDI mit Clean Diesel und Rallye-Variante Baja Touareg TDI

Mit Dieselfahrzeugen und Geländewagen will Volkswagen neue Käuferschichten in den USA gewinnen. Die Los Angeles Auto Show (21. bis 30. November 2008) nutzt der Wolfsburger Autohersteller nun, um sparsame und emissionsarme Antriebstechnologien vorzustellen. In Kalifornien zeigt VW einen Touareg mit Clean Diesel, diverse Prototypen mit Brennstoffzelle sowie mit dem Baja Touareg TDI ein neues Rallyefahrzeug mit Dieselantrieb.

Touareg V6 TDI mit Clean Diesel
Seine Weltpremiere feiert in Los Angeles der Touareg V6 TDI mit einem 225 PS starken Clean Diesel. Der neue Selbstzünder soll sich durch niedrige Verbrauchswerte, einen geringen CO2-Ausstoß und dennoch viel Power auszeichnen. Da der Touareg Clean Diesel mit einem modernen Katalysatorsystem ausgestattet ist, erfüllt er die amerikanische Abgasnorm BIN 5 und damit die Gesetzgebung aller 50 Bundesstaaten der USA. Der V6 TDI soll sich durch hohe Dynamik und viel Komfort auszeichnen. Schon ab 1.750 Umdrehungen entwickelt er ein maximales Drehmoment von 550 Newtonmeter. Der Turbodiesel ist ähnlich leise wie ein vergleichbarer Benziner, dabei aber weitaus kräftiger, verspricht der Hersteller.

Auch den Jetta gibt's als Clean Diesel
Bereits seit August 2008 ist in Amerika der Jetta TDI als Clean Diesel erhältlich. Dieses Modell mit einem 140 PS starken Vierzylinder-Turbodiesel wird in den USA steuerlich mit 1.300 Dollar gefördert. Im Vergleich zu ähnlichen starken Benzinern liegt der Kraftstoffverbrauch des Jetta TDI laut VW um bis zu 35 Prozent niedriger.

Prototypen mit Brennstoffzelle
Neben sparsamen Dieselmodellen zeigt der deutsche Automobilhersteller drei emissionsfreie Brennstoffzellen-Prototypen auf Basis des Tiguan, des Touran und des Passat Lingyu – einer speziell für den chinesischen Markt konzipierten Mittelklasse-Limousine. Der Tiguan und der Touran mit Brennstoffzelle wurden in Deutschland entwickelt. Angetrieben werden sie von einem Elektromotor, der im Touran 80 Kilowatt und im Tiguan 100 Kilowatt leistet. Die Energieversorgung übernimmt die Brennstoffzelle. Beide Fahrzeuge werden zurzeit in Kalifornien in einer Dauererprobung getestet. Parallel dazu gibt es weitere Prototypen in Deutschland. Dort wird momentan zwischen Berlin und Hamburg eine Infrastruktur mit Wasserstoff-Tankstellen zu Testzwecken aufgebaut. Die beiden Brennstoffzellenautos sind bis zu 140 km/h schnell und sollen mit einer Tankfüllung eine Reichweite von bis 200 Kilometer ermöglichen.

Projekt mit chinesischen Wissenschaftlern
Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Tongji-Universität in China wurde der Passat Lingyu mit Brennstoffzelle entwickelt. Als Antrieb dient hier ein Elektromotor mit 88 Kilowatt Leistung und 210 Newtonmeter Drehmoment. Die Wasserstoff-Brennstoffzelle befindet sich im Wagenboden. Die bei der Umwandlung von Wasserstoff in Wasser gewonnene Energie wird in eine unter der Rücksitzbank platzierte Lithium-Ionen-Batterie eingespeist. Bei schneller Beschleunigung wirkt die Batterie unterstützend. Wird der 140 km/h schnelle Passat Lingyu gebremst, fließt die Energie zurück in die den Akku. Der gasförmige Wasserstoff wird in einem kohlefaserverstärkten Drucktank mitgeführt.

Rallye-Touareg mit V12-Dieseltriebwerk
Mit dem Baja Touareg TDI zeigt Volkswagen in L.A. schließlich noch ein neues Rallye-Auto. Der heckgetriebene Geländewagen-Prototyp bezieht seine Kraft von 550 PS aus einem 5,5-Liter-V12-Dieseltriebwerk. Das Chassis besitzt einen Rohrrahmen und eine hintere Steuerachse mit Federwegen von gewaltigen 75 Zentimetern. In allen Proportionen ist die Baja-Variante um rund zehn Prozent größer als ein Serien-Touareg. Ab dem 21. November 2008 wird der Baja Touareg TDI bei der ,Baja 1000" in Mexiko an den Start gehen. Bei dieser Rallye-Veranstaltung geht es über 1.000 Kilometer ohne Unterbrechung gegen die Uhr – und um ein Preisgeld von 100.000 Dollar.

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