Nachfolger des 350Z mit 3,7-Liter-V6 und weich schaltendem Getriebe

Fünf Jahre nach der Vorstellung des 350Z präsentiert Nissan nun auf der Los Angeles Auto Show (21. bis 30. November 2008) den Nachfolger des Sportwagens: Der neue 370Z wird kürzer, leichter und stärker. Zudem bietet Nissan für den 370Z ein neues Schaltgetriebe an, bei dem eine Elektronik während des Gangwechsels per Zwischengas immer die ideale Drehzahl sicherstellt.

Bewährte Grundform
Die Grundform des 350Z wird bei dessen Nachfolger bewusst beibehalten, um den Wiedererkennungswert der Z-Modelle zu steigern. Die aufwärts führende Kante am hinteren Seitenfenster erinnert an den Urvater der Baureihe, den Datsun 240Z. Sowohl die Scheinwerfer als auch die Rückleuchten sind in einer markanten Bumerang-Form gestaltet. Der vordere Kühllufteinlass erhält eine deutlich größere Öffnung sowie eine modifizierte Schwellerleiste. Der senkrechte Türgriff hingegen wird vom Vorgänger übernommen.

Kompaktere, leichtere Karosserie
Die Karosserie des 370Z präsentiert sich kompakter und gewichtsoptimiert. Der Radstand wurde im Vergleich zum 350Z durch weiter vorn angesetzte Hinterräder um zehn Zentimeter verkürzt. Insgesamt schrumpfte der Zweisitzer in der Länge um sieben Zentimeter auf jetzt 4,25 Meter. Die kompakteren Außenabmessungen und der verstärkte Einsatz von Leichtbaukomponenten – erstmals werden die Motorhaube, die Türen und die Heckklappe aus Aluminium gefertigt – halfen, das Gewicht um mehr als 100 Kilogramm zu senken. Im Gegenzug ist die Karosserie des Sportlers verwindungssteifer geworden. Im Innenraum kommen hochwertige Materialien für die Sitze, Türen und Armablagen zum Einsatz. Die beiden Schalensitze sind unterschiedlich stark ausgeformt. Durch den Wegfall der hinteren Querstrebe und einer neuen, offenen Ablage direkt hinter den Sitzen gibt es künftig mehr Stauraum.

Neues 3,7-Liter-Aggregat
Die Bezeichnung 370Z sagt bereits etwas über die Motorisierung aus: Der V6 verfügt nun über 3,7 Liter Hubraum. Die US-Version leistet 331 PS und erzeugt ein maximales Drehmoment von 366 Newtonmeter. Die Werte der Europa-Ausführung gibt Nissan erst nach Erteilung der EG-Typgenehmigung bekannt. Neu ist das so genannte VVEL-System (Variable Valve Event and Lift), das bereits im Infiniti G37 Coupé debütierte. VVEL regelt die Dosierung der Ansaugluft nicht über eine Drosselklappe, sondern allein über die Einlassventile. Dank variabler Hubverstellung in Kombination mit einer situationsgerechten Öffnungszeit kann der Motor die exakt benötigte Frischluftmenge so fast widerstandsfrei ansaugen.

Schnelle, verzögerungsfreie Beschleunigung
Hohes Drehmoment wird so schon bei niedrigen Drehzahlen bereitgestellt, dazu kommen besonders schnelle Gaswechsel am oberen Ende des Drehzahlbandes, versprechen die Japaner. Da der Gaswechsel durch die größere Öffnungshöhe des Einlassventils und nicht über den Umweg der Drosselklappen-Verstellmechanik vorgenommen wird, hängt der Motor spürbar besser am Gas. So soll der 370Z schneller und verzögerungsfreier beschleunigen. Zugleich optimiert VVEL laut Nissan auch den Benzinverbrauch und die Emissionswerte.

Neues Sechsgang-Handschaltgetriebe
Zwei Getriebevarianten stehen für das japanische Sportcoupé zur Wahl. Neben einer Siebenstufen-Automatik mit Lenkrad-Schaltwippen präsentiert Nissan eine neue manuelle Sechsgangbox. Bei dieser wird sowohl beim Hoch- als auch beim Herunterschalten elektronisch die Drehzahl durch kurzes Zwischengasgeben automatisch angepasst. Der Fahrer muss zwar weiterhin kuppeln und schalten, allerdings sollen die Gangwechsel besonders weich erfolgen. In Nordamerika kommt der 370Z zum Jahresbeginn 2009 in den Verkauf. Die europäische Markteinführung des Sportwagens ist für April 2009 vorgesehen.

Premiere für Nissan 370Z