GM-Chef Wagoner schließt auch einen Verkauf nicht aus

Steht der US-Autobauer Hummer vor dem Aus? Aufmerksame Beobachter interpretieren dies aus einer Rede, die General-Motors-Chef Rick Wagoner auf der diesjährigen GM-Hauptversammlung gehalten hat.

Verschiedene Optionen für Hummer
Dort erwähnt Wagoner die veränderten Marktbedingungen und den Umstand, dass man untersucht hat, inwieweit Hummer noch in das Produktportfolio von GM passt. Als Resultat dessen würden jetzt verschiedene Optionen erwogen. Sie reichen von einer Umstrukturierung der Modellpalette bis zu einem teilweisen oder sogar kompletten Verkauf der Marke. Weitere Einzelheiten will GM im weiteren Verlauf des Jahres bekanntgeben.

Schlechte Verkaufszahlen
Ein Grund für die GM-Entscheidung dürften die eingebrochenen Absatzzahlen bei Hummer sein. Die wuchtig wirkenden Fahrzeuge der Marke gelten zunehmend als Symbol für ökologische Intoleranz und Umweltschädlichkeit, weshalb sich potenzielle Kunden offenbar zunehmend zurückhalten. Erklärbar wird die GM-Entscheidung auch dadurch, dass sich der Großkonzern zunehmend auf dem Sektor der Elektrofahrzeuge engagiert. Hier würde der gleichzeitige Vertrieb von Hummer-Fahrzeugen ein schlechtes Licht auf die Ernsthaftigkeit der Umweltbemühungen werfen.

Militärischer Ursprung
Die Geschichte der Marke Hummer begann im Jahr 1992, als man unter dem Namen H1 mit dem Bau einer zivilen Version des Militärfahrzeugs HMMWV, auch Humvee genannt, startete. Der H1 wurde bis zum Jahr 2006 produziert, heute besteht die Modellpalette aus den Modellen H2 und H3. Ihre Benzinmotoren leisten bis zu 400 PS, Dieselaggregate oder einen Hybridantrieb gibt es nicht.

Hummer vor dem Aus?