Kompakt-SUV erhält außerdem ein Facelift und schadstoffärmere Motoren

Toyota spendiert dem RAV4 ein Facelift. Doch wesentlicher als die optischen Modifikationen ist, dass es das Auto nun auch mit Frontantrieb gibt. Außerdem wird der Zweiliter-Benziner stärker. Bei den restlichen Motoren konnten Verbrauch und CO2-Ausstoß gesenkt werden. Erstmals zu sehen war der neue RAV4 bereits im Dezember 2008 auf der Bologna Motor Show.

Front und Heck leicht verändert
An der Karosserie des Kompakt-SUVs wurden nur moderate Änderungen vorgenommen. Vorne wurden unter anderem die Einfassungen der Nebelscheinwerfer modifiziert. Außerdem ist der untere Lufteinlass jetzt durch zwei vertikale Streben unterteilt. Auffälligste Neuerung am Heck sind die umgestalteten Leuchten. Dazu kommen in die Außenspiegel integrierte Blinker, ein neues Felgendesign und vier zusätzliche Lackierungen.

Neue Farben und Materialien im Innenraum
Im Innenraum präsentieren sich die Instrumententafel, das Lenkrad, die Türverkleidungen und der Schalthebel nun in einem neuen Graumetallic-Ton. Serienmäßig erhält das SUV aktive Kopfstützen an den Vordersitzen. Durch sie soll das Risiko eines Schleudertraumas minimiert werden. Bereits in der Basisversion sind ein Regen- und Lichtsensor, ein Sechsfach-CD-Wechsler, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik serienmäßig. Erhältlich sind zudem neue Multifunktions-Lenkräder. In der Ausstattungsvariante Sol verfügt das Audiosystem jetzt über eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung fürs Handy. Ebenfalls serienmäßig beim Sol sind künftig eine Abblendlichtautomatik, ein Regensensor sowie ein automatisch abblendender Innenspiegel.

Innenspiegel mit integriertem Videomonitor
In der Ausstattungslinie Executive ist der RAV4 mit im Innenspiegel integriertem Videomonitor ausgerüstet. Beim Rückwärtsfahren zeigt das kleine das Bild der Rückfahrkamera an. Beim Vorwärtsfahren wird das Kamera-Bild ausgeblendet. Bei Fahrzeugen mit Touchscreen-Navigationssystem wird dieses Bild auf dem Touchscreen-Display angezeigt. Optional sind zwei Systeme mit 6,5-Zoll-Touchscreen und Rückfahrkamera erhältlich: das bekannte DVD-Navigationssystem und ein neues Festplattennavi. Neben einem schnelleren Zugriff auf die Navigationsdaten bietet dieses auch einen Zehn-Gigabyte-Speicher für Musikdateien.

Neuer Zweiliter-Benziner
Im gelifteten RAV4 kommt das so genannte Optimal-Drive-Konzept zum Tragen. Darunter versteht Toyota fortschrittliche Antriebe, effiziente Motoren und neue Technologien zur Verringerung von Verbrauch und Emissionen. Der neue Zweiliter-Benziner leistet 158 statt 152 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 198 Newtonmeter. Die Allradversion mit Automatikgetriebe stößt 177 Gramm CO2 pro Kilometer aus.

Modifizierte Dieselvarianten
Überarbeitet wurde auch der in zwei Leistungsstufen verfügbare Diesel. Der 2.2 D-4D leistet statt 136 künftig 150 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmeter bereit. Die CO2-Emissionen liegen in Verbindung mit der Handschaltung bei 159 Gramm pro Kilometer. Für diese Variante steht auch ein neu entwickeltes sechsstufiges Automatikgetriebe zur Verfügung. Topmotorisierung bleibt der 2.2 D-CAT. Der Diesel leistet weiterhin 177 PS und verfügt über ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmeter. Kombiniert mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe liegen die CO2-Emissionen bei 177 Gramm je Kilometer – das sind acht Gramm weniger als bei der heutigen Version.

Günstigerer Einstiegspreis
Der überarbeitete RAV4 ist zu Preisen ab 23.200 Euro zu haben. Dafür bekommt man den Fronttriebler mit dem 158-PS-Benziner. Bisher war der Einstieg wegen des bislang serienmäßigen Allradantriebs deutlich teurer: Es waren mindestens 26.600 Euro zu zahlen. Am anderen Ende der Skala steht der 2,2-Liter-Diesel mit 177 PS in der Executive-Ausstattung für 34.150 Euro.

RAV4 mit Frontantrieb