Etliche Umbauten am Auto sind eintragungspflichtig

Das Tuning immer beliebter wird, zeigen nicht nur die zahlreichen Schrauber-Shows im Fernsehen. Auch der neue Zuschauerrekord bei der Tuning World am Bodensee zeugt von steigendem Interesse. Doch egal ob dezent verschönert oder mit wuchtigen Radhäusern und breiten Gummis versehen - "gepimpte" Autos sollen Spaß machen, ohne dass die Verkehrssicherheit auf der Strecke bleibt. Der TÜV Rheinland gibt Tipps zum sicheren Umbau.

Leistungssteigerungen müssen eingetragen werden
"Überdimensionale Spoiler sind heute eher out. Der Trend geht vielmehr zu aufwändig modifizierten Fahrwerken, reichlich Power unter der Haube und hochwertig gestalteten Innenräumen", erklärt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrt-Experte bei TÜV Rheinland. Um bei der Fahrzeugabnahme keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten Tuning-Fans bereits vor den geplanten sportiven Verschönerungskuren kompetenten Rat einholen. "Leistungssteigerungen müssen beispielsweise in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden, andernfalls erlischt die Betriebserlaubnis und es drohen rechtliche Konsequenzen", betont der Experte.

Nicht tiefer als acht Zentimeter
Obwohl es bezüglich der Bodenfreiheit von Fahrzeugen keine eindeutigen Vorschriften gibt, gilt als Orientierung: Besetzt mit dem Fahrer und vollem Kraftstofftank muss das getunte Fahrzeug ein Hindernis mit einer Höhe von acht Zentimetern berührungslos überfahren können. Beim Tieferlegen ändert sich auch die Höhe der Scheinwerfer. Hier sind jedoch Grenzwerte vorgeschrieben, erinnert Sander: "50 Zentimeter über der Fahrbahn. Das ist die Mindesthöhe der Unterkante der Frontscheinwerfer."

Vorschriften beachten
Wird eine neue Rad-/Reifen-Kombination montiert, ist eine Änderungsabnahme unabdingbar. Auch die Verwendung der beliebten Scheibenfolien bedarf gewisser Vorschriften. So muss der Auto-Fan stets auf das Prüfzeichen und die Anbaubedingungen achten. Ein neuer Schaltknüppel dagegen kann ohne Eintragung ausgewechselt werden.