Porsche-Betriebsrat stellt sich hinter Wiedeking

Noch vor nicht allzu langer Zeit sah es so aus, als werde Porsche die Kontrolle bei VW übernehmen. Doch nun kommt alles anders: Der Sportwagenbauer soll als eigenständige Marke im Volkswagen-Konzern aufgehen.

Einheitliche Führung
Die Familiengesellschafter Porsche und Piëch haben entschieden, einen integrierten Automobilkonzern zu schaffen, im dem jede der dann zehn Marken ihre Eigenständigkeit behalten wird. Ziel ist eine zentrale Führung. Auf dieser Grundlage werden VW und Porsche in den nächsten Wochen in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe Gespräche unter maßgeblicher Einbeziehung des Landes Niedersachsen als größten Mitaktionär sowie den Arbeitnehmervertretern führen. Ziel ist eine baldige Entscheidungsgrundlage über die zukünftige Struktur des Konzerns.

Was wird aus Wiedeking?
Noch offen ist das Schicksal von Porsche-Boss Wendelin Wiedeking. Ihm wird das Scheitern der VW-Übernahmepläne vorgeworfen, welches zu den aktuellen Plänen geführt hat. Demonstrativ stellte sich der Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hinter Wiedeking: ,Wir müssen uns in den anstehenden Verhandlungen mit unseren Wolfsburger Betriebsratskollegen zunächst um die Ausgestaltung des angestrebten integrierten Konzerns kümmern müssen, erst dann wird über entsprechende Personalbesetzungen beraten", so Hück.

Enge Bindungen
Bereits seit dem Bestehen von VW gibt es enge Beziehungen mit Porsche. So gilt Ferdinand Porsche als der Vater des Käfers, der erste eigenständige Wagen mit Porsche-Schriftzug basierte auf VW-Technik. Von 1969 bis 1976 wurde der VW-Porsche 914 angeboten, für den beide Firmen eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft gegründet hatten. Auch sein Nachfolger, der Porsche 924, setzte auf viele Teile aus dem VW-Konzernregal. Zu guter Letzt ist Ferdinand Piëch nicht nur Enkel von Ferdinand Porsche, sondern auch Anteilseigner an Porsche und VW-Aufsichtratschef. Sein Cousin Wolfgang Porsche leitet die Porsche Automobil Holding SE.

VW und Porsche: Fusion