Verbrauchswettbewerb erstmalig auf dem EuroSpeedway in der Lausitz

Vom 7. bis 9. Mai 2009 fand auf dem EuroSpeedway Lausitz der 25. Shell Eco-marathon statt. Ziel der Veranstaltung war es ein Fahrzeug auf die Räder zu stellen, das mit einem Liter Sprit möglichst weit fährt. Die ewige Bestenliste führt ein Team aus der Schweiz an. Das Fahrzeug der ETH Zürich schaffte im Jahr 2005 eine errechnete Distanz von 3838 Kilometer.

Hochgerechnete Reichweite
Freilich wird beim Eco-marathon nicht die komplette Wegstrecke zurückgelegt, sondern die Teilnehmer absolvieren eine festgelegte Distanz und der Verbrauch wird dann hochgerechnet. Auf die Teilnehmer der Prototyp-Gruppe warteten in der Lausitz eine Renndistanz von 25 Kilometer. Die Teilnehmer der UrbanConcept-Gruppe mussten insgesamt 22 Kilometer mit einer Mindestgeschwindigkeit von durchschnittlich 30 beziehungsweise 25 km/h zurücklegen. Für den Wettbewerb sind Antriebe mit konventionellen Kraftstoffen wie Diesel, Benzin und Flüssiggas sowie alternative Kraftstoffe zugelassen. Zudem traten Fahrzeuge mit den Antriebsvarianten Solarenergie, Elektrizität, Gas to Liquid und Brennstoffzelle an.

Sieger aus Frankreich
Um eine Vergleichbarkeit der verschiedenen Konzepte zu erreichen, wird im Vorfeld für jeden Kraftstoff ein spezifischer Heizwert festgelegt. Anhand dieses Wertes kann der Verbrauch bezogen auf unverbleites Superbenzin mit 95 Oktan ermittelt werden. Auf Basis dieses Wertes wird schließlich berechnet, wie weit das Fahrzeug mit einem Liter Kraftstoff kommen würde. Diesjähriger Gesamtsieger wurde erneut die Technische Oberschule Saint-Joseph La Joliverie aus dem französischen Nantes. Das benzinbetriebene Fahrzeug kam laut Hochrechnung auf eine Gesamtstrecke von 3771 Kilometer.

Beste Deutsche auf Platz 4
Am Start in der Lausitz waren 197 Teams – darunter 18 deutsche – aus 29 Ländern. Die inoffizielle deutsche Wertung gewann die Fachhochschule Trier, deren wasserstoffbetriebenes Fahrzeug landete mit berechneten 3178 Kilometer auf dem vierten Gesamtrang. Die Technische Universität Chemnitz sicherte sich mit 2469 Kilometer den neunten Platz.

Bis auf den letzten Tropfen