Der VW-Fan-Höhepunkt des Jahres: Wir waren dabei

Es war mal wieder soweit: Zum 28. Mal fand das VW-Treffen im österreichischen Reifnitz am Wörthersee statt. Was mit ein paar GTI-Verrückten begann, ist zu einem gigantisch brodelnden Kessel geworden. Inzwischen werden auch jede Menge Audis gesichtet. Die Ingolstädter unterhalten beim Treffen auch einen riesigen eigenen Stand, auf dem historische Modelle genau wie aktuelle Wagen und Zukunftsstudien im Sonnenlicht brutzeln. Und VW fährt als Hersteller richtig groß auf, bringt unzählige von VW-Zubehör modifizierte Fahrzeuge mit. Selbst Ferdinand Piëch, Vorsitzender des Aufsichtsrates des Volkswagen AG lässt sich blicken. Und wir waren mitten drin.

Hitze, Massen, Anbauteile
Die letzten zehn Kilometer vor Reifnitz stehen wir im Stau, wer mit einem Nicht-VW-Auto anrückt, wird vom Straßenrand-Spalier mit Postern begrüßt – Aufschrift: ,Falsches Treffen erwischt?". Aber alle sind fröhlich, entspannt und gelassen. Die Fans gucken anerkennend gegenseitig ihre Autos an und warten geduldig, dass es schubweise vorangeht ins gelobte Land. In Reifnitz angekommen, schieben sich die Massen dichtgedrängt durch den kleinen Ort, der an anderen Tagen ganz idyllisch sein muss. Aber heute kostet die Zufahrt Eintritt und die Abgase vom Dauerstau stehen in der Luft. Vielen der jungen Fans ist zu warm, sie müssen einfach ihr T-Shirt ausziehen. So steigen uns nicht nur die Fahzeugausdünstungen in die Nase, sondern auch Schweiß- und natürlich Biergeruch. Und für Frauen ist als Outfit ein Bikini-Oberteil Pflicht. Auf dem so genannten Gummiplatz wird den Massen mit Drift-Shows die Zeit verkürzt und die Moderatorin ist über Lautsprecher im ganzen Ort zu hören. So sind wir ständig darüber informiert, was auf dem Gummiplatz abgeht. Oft geht es um weibliche Oberweiten.

Seriös und voll engagiert: Die Hersteller
Natürlich begegnen uns Fahrzeuge mit Aufschriften wie ,Waffenschmiede Wolfsburg" oder ,Opel Jagdgeschwader" oder mit in einfachen Worten ausgedrückte erotische Wünsche. Aber 99 Prozent der VWs oder Audis sind mit viel Liebe getunt und gepflegt, haben nichts Aggressives an sich. Die große Menge hat einfach nur Spaß an der Technik und dem Festival-Charakter des Treffens. Kommt mal ein besonders schick gemachter Scirocco vorbei, wird dieser sprichwörtlich angebetet. Was auffällt: Viele Wagen stehen zum Verkauf. Anscheinend entwickelt sich das GTI-Treffen am Wörthersee zu seiner Art Messe. Und auch Felgen-Spezialisten sowie diverse andere Zubehörlieferanten sind am Wörthersee vertreten, suchen den direkten Weg zu ihren treuesten Fans – und damit Kunden.

Echt und ehrlich