Traditionell: Staatsregierung will keinen Hersteller benachteiligen

Am 2. Juni 2009 hat Bayerns Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender Horst Seehofer einen Audi A8 L 4.2 TDI in Empfang genommen. Audi-Chef Rupert Stadler persönlich übergab die 326 PS starke Diesel-Limousine an den Obersten im Freistaat. Damit der sich wohl fühlt, gibt es innen amarettobraunes Valconaleder und eine Office-Ausstattung. Und, vermutlich damit Seehofer auch wirklich in den richtigen Wagen einsteigt, wurde seine Unterschrift hinten rechts auf der Einstiegsleiste des kirschschwarzen Nobel-Autos eingraviert.

Anfang Mai: Ein BMW 750Li von Reithofer
Bereits vor vier Wochen hat Seehofer einen neuen Wagen bekommen. Nämlich einen rubinschwarzen BMW 750Li, den BMW-Chef Norbert Reithofer Anfang Mai persönlich übergab. Die 407 PS starke Limousine fährt mit Ottokraftstoff. Die Besonderheit: In den Einstiegsleisten aller vier Türen ist der Schriftzug ,Freistaat Bayern" zu lesen.

Audi und BMW schon lange im Fuhrpark
Wieso braucht der Landesfürst gleich zwei Luxuslimousinen? Geht der Trend auch in der Staatskanzlei zum Zweitwagen? Oder werden manche Strecken im Dieselauto und manche mit dem Benziner zurückgelegt? Wir haben nachgefragt: Es sei durchaus nicht ungewöhnlich, dass der Ministerpräsident aus organisatorischen Gründen zwei Wagen hat, erklärt Regierungssprecherin Daniela Philippi. Ein BMW und ein Audi kommen gemeinsam zum Einsatz, damit sich keiner der beiden bayerischen Hersteller benachteiligt fühlt. In der Staatskanzlei hat diese Vorgehensweise Tradition: Die Seehofer-Vorgänger Edmund Stoiber (Amtsinhaber 1993 bis 2007) und Günther Beckstein (2007 bis 2008) hatten ebenfalls beide Marken im Fuhrpark.

Bildergalerie: Seehofer: Audi und BMW