Systeme von Mercedes, Nissan, Opel, Skoda und VW unter der Lupe

Fast 1.700 Euro Aufpreis kosten Xenon-Scheinwerfer zum Beispiel bei der Mercedes E-Klasse. Nicht gerade ein Schnäppchen. Doch sind die Gasentladungslampen wirklich ein Sicherheitsplus im Vergleich zu den serienmäßigen Halogenlichtern? ADAC-Tester haben untersucht, ob sich der Aufpreis wirklich lohnt. Testkandidaten waren die Mercedes E-Klasse, der Nissan Qashqai, der Opel Insignia, der Skoda Superb sowie der der VW Golf. Eine ganz andersartige Technik ist auch im Vergleich enthalten: das LED-Licht des Audi R8.

Enormer Vorteil – außer beim Qashqai
Ergebnis: Die Xenonscheinwerfer leuchten bei den getesteten Autos die Straße besser aus. Einzige Ausnahme ist der Nissan Qashqai: Hier lohnt der Aufpreis nicht, weil ein Linsensystem fehlt, das das Licht in optimale Bahnen lenkt. Der Aufpreis ist hier allerdings mit 500 Euro vergleichsweise gering. Dass es auch ein gutes Xenonlicht zu einem angemessenen Preis gibt, zeigt Skoda beim Superb – hier kostet das Extra 995 Euro. Das Xenonlicht der Mercedes E-Klasse ist nur etwas besser als das des Superb, kostet aber fast 700 Euro mehr. Die E-Klasse mit Xenonscheinwerfern gewinnt deutlich gegenüber dem gleichen Modell mit Halogenscheinwerfern. Lichthelligkeit, Reichweite, aber auch die seitliche Ausleuchtung sind wesentlich besser.

Golf: Xenon besser als das schlechte Serienlicht
Der VW Golf dagegen holt aus dem Xenonlicht nicht das volle Potenzial heraus. Der Aufpreis ist mit 1.295 Euro außerdem recht hoch. Da aber das Halogenlicht beim Golf mit gerade einmal ausreichender Reichweite aufwartet und das Licht recht fleckig auf die Straße geworfen wird, ist hier die Xenonlösung unbedingt zu empfehlen. Auch beim Opel Insignia ist das Halogenlicht nur ausreichend. Die Reichweite ist zu kurz, die Lichtverteilung zu unausgeglichen und die Ausleuchtung in Kurven zu schwach. Erheblich besser ist die Xenonvariante. Auf Wunsch kann beim Insignia ein Fernlichtassistent das Auf- und Abblenden des Xenonfernlichts übernehmen.

Sonderstellung für Audi R8
Der Audi R8 nimmt in diesem Test eine Sonderstellung ein. Er verfügt als erstes Serienfahrzeug über Voll-LED-Scheinwerfer. Diese werden in Zukunft die Halogenscheinwerfer ablösen. Übertreffen kann dieses Licht den Testsieger Mercedes E-Klasse nicht, trotzdem ist das Ergebnis beeindruckend. Der hohe Kontrast der ausgeleuchteten Umgebung gibt dem Fahrer ein hohes Sicherheitsgefühl. Noch eindrucksvoller ist die Wirkung des Fernlichts, so der ADAC.

Was taugt Xenon?