Versuchsträger sind mit Meriva-Karosserie unterwegs

In den letzten Monaten war Opel Stammgast in den Nachrichten. Thema war das Gezerre um die wirtschaftliche Zukunft des Konzerns. Inmitten dieses Pokers ging fast völlig unter, dass Opel interessante neue Modelle in der Hinterhand hat.

Ein kleiner Kraxler
Eines dieser Fahrzeuge erkennt man erst auf den zweiten Blick, denn es ist noch mit der Karosserie des bald abgelösten Meriva unterwegs. Gerade das macht den Erlkönig aber verdächtig. Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um einen so genannten ,Mule". So nennt man ein Fahrzeug, welches neue Technik unter einer bekannten Blechhaut verbirgt. Im Fall des Opel handelt es sich um die Komponenten für ein kleines SUV im Bereich zwischen vier Meter und 4,20 Meter Außenlänge. Untrügliche Hinweise sind das höher gelegte Fahrwerk und eine geänderte Spur, die Kotflügelverbreiterungen erfordert. Sehr wahrscheinlich wird serienmäßig aus Kostengründen nur ein Frontantrieb vorhanden sein, Allrad gibt es gegen Aufpreis.

Das lange Warten
Die Tatsache, dass die Erprobung noch mit der alten Meriva-Karosserie stattfindet, lässt darauf hindeuten, dass wir uns noch etwas gedulden müssen. Das kleine Geländeauto ist in der Priorität nach hinten gerückt, weil die wichtigen Modelle Astra und Meriva Vorrang hatten. Zudem ist angesichts der unsicheren Konzernzukunft noch völlig unklar, wo das SUV gebaut werden soll. Hier hängt eine Entscheidung davon ab, welche Werke bestehen bleiben. Die offizielle Vorstellung des noch namenlosen Fahrzeugs dürfte daher auf der IAA im Herbst 2011 stattfinden, Marktstart wäre Anfang 2012.

Opel-SUV erwischt