Fiat-Boss Marchionne wird Vorstandsvorsitzender

Nach gut fünfwöchiger Insolvenz hat sich ein Investor für Chrysler gefunden: Fiat beteiligt sich nun endgültig an dem angeschlagenen US-Autokonzern.

Gericht macht den Weg frei
Die letzte Hürde schaffte das Oberste Gericht der USA aus dem Weg und wies eine Klage einiger Gläubiger gegen den Zusammenschluss zurück. Dennoch kann Fiat nicht sofort die Mehrheit bei Chrysler übernehmen: Erst wenn die Schulden des Unternehmens gegenüber den USA und Kanada abgetragen sind, dürfen die Italiener ihren Anteil von 35 Prozent erhöhen.

Wechsel an der Spitze
Fiat-Boss Sergio Marchionne wurde bereits als neuer Vorstandschef von Chrysler bestätigt. Vorsitzender des Aufsichtsrates wird C. Robert Kidder, früherer Chef von Duracell. Das insgesamt neunköpfige Gremium besteht aus drei Mitgliedern von Fiat, vier Plätze hält die US-Regierung, jeweils ein Sitz geht an den kanadischen Staat und den Gesundheitsfonds der US-Automobilarbeitergewerkschaft UAW. Zugleich bekräftigte Marchionne seine Absicht, Chrysler mit Technik für Klein- und Mittelklassewagen zu versorgen. Zudem erhalten die Amerikaner Zugang zum Fiat-Vertriebsnetz mit Schwerpunkt auf Lateinamerika und Russland.

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