Autonomes Fahrzeug wird in den USA erprobt

Ein Auto, das sich ohne Eingriffe des Fahrers fortbewegt: Was noch wie Science-Fiction klingt, ist bei Audi bereits Realität geworden. Als Demonstrationsobjekt dient ein TTS Coupé mit dem Spitznamen ,Michèle Mouton", benannt nach der Rallye-Vizeweltmeisterin von 1982.

Hilfe statt Ersatz
Der autonome Audi ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit des Volkswagen Group Electronics Research Laboratory (ERL) und dem Dynamics Design Lab der Stanford University (SDDL). Beide Forschungseinrichtungen sind im kalifornischen Palo Alto ansässig. Die Firma Sun Microsystems steuert die Software namens Solaris bei, diese ist die Weiterentwicklung des Unix-Betriebssystems. Der inklusive Sensoren 1.470 Kilogramm schwere TTS ist laut Audi ausdrücklich nicht dazu gedacht, den Fahrer überflüssig zu machen. Vielmehr möchte man die Möglichkeiten von aktuellen und zukünftigen Fahrerassistenzsystemen ausloten.

Härtetest am Pikes Peak
Laut Dr. Burkhard Huhnke, Leiter des ERL, könnte die Technik des autonomen Audi die Zahl der weltweiten Unfälle dramatisch verringern. Zudem hilft das System dem Fahrer, effektiver auf wechselnde Verkehrsbedingungen wie Staus und auf Sicherheitsgefahren zu reagieren. Gleichzeitig kann die Technik Routineanforderungen übernehmen, so etwa das regelmäßige Befahren eines Parkhauses. Um zu zeigen, dass sich der 265 PS starke TTS auf verschiedene Fahrsituationen einstellen kann, ist geplant, Ende 2010 den Pikes Peak zu bewältigen. Beim dort alljährlich stattfindenden Bergrennen konnte Audi schon einige Siege einfahren. Der autonome TTS soll aber ohne Konkurrenz den Gipfel bezwingen.

Bildergalerie: Autonomer Audi