Liste mit gängigen Übersetzungen hilft bei der Wahl des richtigen Kraftstoffs

Tanken im Ausland: Was sich unkompliziert anhört, kann sich manchmal als gar nicht so einfach erweisen: nämlich dann, wenn der Fahrer nicht weiß, wie die Kraftstoffbezeichnungen für Diesel, Benzin, Super oder Super Plus in der jeweiligen Landessprache lauten. Passend zum baldigen Ferienstart in einigen Bundesländern gibt der Automobilclub von Deutschland (AvD) nun entsprechende Tipps.

Spanien: Gasolina oder Gasóleo?
Spätestens beim ersten Tankstopp im Ausland wird man mit der jeweiligen Landessprache konfrontiert. In Spanien stellt sich beispielsweise die Frage: Gasolina oder Gasóleo? Die Wörter für Benzin und Diesel klingen hier sehr ähnlich und eine Verwechslung kann fatale Folgen haben. Deshalb empfiehlt der Automobilclub, bei Reisen in die europäischen Nachbarländer immer eine Liste mit den genauen Kraftstoffbezeichnungen mitzuführen. Denn bereits eine geringe Menge Benzin im Tank eines Dieselfahrzeugs kann die Einspritzpumpe ruinieren oder einen Motorschaden verursachen.

Bei Fehlbetankung Motor nicht starten
Wurde versehentlich der falsche Kraftstoff getankt, sollten Fahrer den Motor nicht mehr starten. Vielmehr rät der AvD, das Auto dann in die nächste Fachwerkstatt zu schleppen und den Tank auspumpen zu lassen. Denn sobald die Zündung eingeschaltet ist, wird durch die Pumpe Kraftstoff aus dem Tank Richtung Motor befördert. Wird der Motor dann gestartet, gelangt das Diesel- beziehungsweise Benzingemisch in die Brennräume der Zylinder. Die Einspritzpumpe kann so mit hoher Wahrscheinlichkeit Schaden nehmen, schlimmstenfalls auch der Motor.

Nur selten: Benzin statt Diesel
Der gegenteilige Fall, dass versehentlich statt Benzin Diesel getankt wird, kommt laut AvD äußerst selten vor. Denn in der Regel sind Diesel-Zapfpistolen größer als Benzin-Tanköffnungen und passen gar nicht in den Einfüllstutzen. Im Falle einer Fehlbetankung sollte auch hier der Motor nicht gestartet und umgehend der Tank ausgepumpt werden. Undramatischer ist es laut AvD, Normalbenzin und Super oder Super Plus zu verwechseln. Dies gilt zumindest für moderne Motoren, die mit Klopfsensoren und elektronischer Klopfregelung ausgestattet sind.

Reservekanister mancherorts verboten
Darüber hinaus weist der Automobilclub darauf hin, dass das Mitführen von Reservekanistern nicht in allen EU-Ländern erlaubt ist. In Bulgarien, Griechenland, Rumänien und Ungarn ist es beispielsweise verboten. In Italien und Österreich wiederum ist die Menge begrenzt: Maximal 10 Liter Sprit im Kanister darf der Fahrer im Auto mitführen. Auf Fährschiffen wird aus Sicherheitsgründen empfohlen, auf einen gefüllten Kraftstoffkanister im Kofferraum zu verzichten.