Italo-Flitzer mit Faltdach nimmt Anleihen am Vorgänger von 1957

Im Juli 2007 präsentierte Fiat die neueste Auflage seines Kultautos 500. Ziemlich genau zwei Jahre später stellen die Italiener jetzt die Frischluftvariante vor. Der 500C kommt mit einem Faltdach und soll so an die Tradition seines Vorgängers aus dem Jahre 1957 anknüpfen.

Start einer ganzen Fahrzeugfamilie
,Der Fiat 500C ist nicht einfach nur die offene Variante des 500", sagt Roberto Giolito, Designdirektor bei Fiat und Abarth. Vielmehr sei der Flitzer aufgrund seiner zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten ein eigenständiges Fahrzeug. Mit dem neuen Cabriolet unternimmt Fiat den nächsten Schritt, eine ganze Fahrzeugfamilie dieser Plattform zu entwickeln. Die Abmessungen des 500C im Vergleich zur Limousine bleiben bei 3,55 Meter Länge unverändert. Neben dem Faltdach unterscheidet sich der offene 500 durch weitere Details von der geschlossenen Variante. So erforderte der verstärkte vordere Dachträger eine geringfügig höhere Windschutzscheibe.

Reminiszenzen an den Vorgänger von 1957
An der Fahrzeugfront fallen die optional angebotenen Bi-Xenon-Scheinwerfer auf. Das Softtop verleiht dem 500C in der Seitenansicht eine im Vergleich zur Limousine schlankere Linie. Neun verschiedene Felgen-Designs stehen zur Wahl. Eine 16-Zoll-Variante soll dabei mit einem charakteristischen Speichendesign an das historische Vorbild erinnern. Die größten Unterschiede zum geschlossenen Modell zeigt die Heckansicht des 500C. Das Faltdach und die Karosserie sind durch eine Chrom-Zierleiste voneinander getrennt. Das beheizbare Glas-Heckfenster ist runder geformt. Beide Designdetails sind erneut eine Reminiszenz an den Vorgänger von vor über 50 Jahren. Die dritte Bremsleuchte ist in das Softtop integriert, und zwar so, dass sie auch bei zurückgefahrenem Dach voll sichtbar bleibt.

Elektrisches Verdeck
Das in den Farben Elfenbein, Rot und Schwarz erhältliche Faltverdeck lässt sich entweder über Drucktasten am vorderen Dachholm oder über die Fernbedienung elektrisch betätigen. Die Öffnung erfolgt in zwei Schritten: Während der Fahrt kann das Dach bis zum kleinen Spoiler an der hinteren Abschlusskante aufgemacht werden. Die letzte, nahezu senkrechte Phase bis zum vollständigen Öffnen ist nur bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h möglich. Bei Bedarf kann hinter den Kopfstützen der Rücksitzbank zusätzlich ein Windschott installiert werden, das die Luftturbulenzen im Innenraum reduziert.

Kofferraum immer gut zugänglich
Ein spezieller Mechanismus soll gewährleisten, dass der Kofferraum auch bei offenem Verdeck gut zugänglich bleibt. Beim Betätigen der Kofferraumentriegelung wird das Softtop automatisch bis zum Dachspoiler geschlossen, um weder das Nach-oben-Schwingen der Heckklappe noch das Einladen zu behindern. Mit einem Volumen von 182 Liter fasst der Gepäckraum des 500C lediglich drei Liter weniger als bei der geschlossenen Version.

Retro-Design auch innen
Der Innenraum bietet Platz für bis zu vier Personen. Das Interieur ist – wie vom 500 bekannt – mit Elementen im Retro-Design versehen: So werten Chromverzierungen am Armaturenbrett und der 500C-Schriftzug auf der Verkleidung das Cockpit auf. Die Sitze sind in der Ausstattungsvariante Lounge serienmäßig in einer Kombination aus Stoff und Leder bezogen. Als aufpreispflichtige Option stehen Volllederbezüge der italienischen Manufaktur ,Poltrona Frau" in den Farben Schwarz, Rot und Beige zur Wahl.

Zwei Benziner, ein Diesel
Das Motorenangebot umfasst einen 69 PS starken 1,2-Liter-Benziner, einen Ottomotor mit 1,4 Liter Hubraum und 100 PS sowie einen 75-PS-Turbodiesel. Alle Triebwerke erfüllen die Euro-5-Norm. Die beiden Benzinmotoren sind optional auch mit dem halbautomatisierten Schaltgetriebe Dualogic kombinierbar. Der 500C 1.2 8V mit Dualogic-Halbautomatik stößt lediglich 110 Gramm CO2 je Kilometer aus. Den gleichen Wert erreicht der Diesel. Noch weiter sinken Verbrauch und Schadstoffausstoß der Benziner durch die optional verfügbare Start-Stopp-Automatik. Sie schaltet den Motor bei einem Halt, beispielsweise einer roten Ampel, automatisch ab und startet ihn wieder, sobald ein Gang eingelegt wird.

Marktstart im September 2009
Die Einstiegsversion ,Pop" kommt serienmäßig mit sieben Airbags, Tagfahrlicht, geteilt umklappbarer Rücksitzbank, Isofix-Befestigungen für Kindersitze und Parksensoren im hinteren Stoßfänger. Die höherwertige Variante ,Lounge" beinhaltet zusätzlich eine Klimaanlage, eine Audioanlage sowie die Bluetooth-Freisprechanlage ,Blue & Me". Die ersten Vorführfahrzeuge kommen bereits im Juli 2009 zu den Händlern. Offizielle Markteinführung des 500C ist dann der 5. September 2009. Die Preise für den Frischluft-Flitzer will Fiat in Kürze bekannt geben.

Offener Italo-Flitzer