Das planen Audi, BMW und Co. für die Zukunft

Stillstand ist selten gut. Deshalb ruhen sich die deutschen Autokonzerne nicht auf ihren IAA-Highlights aus, sondern arbeiten bereits fleißig an der weiteren Zukunft.

Neuer Golf kommt 2012
Unbestritten das wichtigste Modell für VW ist die nächste Generation des Golf. Während die aktuelle Nummer sechs von vornherein als Übergangslösung galt, wird der für 2012 erwartete Golf VII von Grund auf neu konzipiert. Während das Design etwas mehr in Richtung Dynamik geht, passiert unter dem Blech einiges: Den Antrieb übernehmen kleine Turbo-Direkteinspritzer, zudem wird der TwinDrive, ein Elektro-Golf mit Dieselmotor zur Verlängerung der Reichweite, in Serie gehen.

Die Konkurrenz schläft nicht
Rund ein Jahr früher bringt Ford den neuen Focus auf den Markt. Seine Optik wird komplett umgekrempelt und orientiert sich am ganz frischen C-Max. So heißt es unter anderem Abschied nehmen von den hoch angebrachten, senkrechten Rückleuchten. Opel hat bereits auf der IAA 2009 mit dem neuen Astra für Aufsehen gesorgt. Mitte 2010 ergänzt ein sportlich aussehender Kombi das Astra-Programm. Wie schon beim Insignia erhält dieser den Namen Sports Tourer. Auf dem Genfer Salon im Frühjahr 2010 debütiert der neue Meriva, dessen Highlight die gegenläufig öffnenden Türen sind. Damit soll der Zugang zur Rückbank verbessert werden.

Flottes Roadster-Trio
Neben vielen praktischen Kompaktmodellen wird auch der Spaß am Fahren nicht zu kurz kommen. Dafür sorgt das Gemeinschaftsprojekt eines kleinen Roadsters von VW, Audi und Porsche. Ab 2012 könnten alle Partner von dem kurzen Zweisitzer profitieren, der sich optisch stark an der Studie Bluesport orientieren wird, die Anfang 2009 in Detroit gezeigt wurde. VW wird die preisgünstigen Versionen bauen, während der Audi mit dem voraussichtlichen Namen R4 auf mehr PS setzt. Nach der Fusion mit VW ist nun auch Porsche mit im Boot. Die Schwaben können den offenen Mittelmotor-Flitzer als Einstiegsmodell wie einst den ebenfalls von VW entwickelten 924 nutzen. Da ein Name wie VW-Porsche historisch belastet ist, könnte die berühmte Zahlenfolge 356 in Frage kommen, um an die puristischen Anfänge der Marke zu erinnern. Den offenen Gegenpol bildet das Panamera Cabrio. Der Viersitzer muss aber aus Stabilitätsgründen mit zwei Türen auskommen.

Mercedes und BMW: Mut zur Lücke
Mercedes und BMW versuchen sich in immer neuen Nischen. Wichtigstes BMW-Projekt ist der für Ende 2011 erwartete neue 3er. Er soll leichter und sparsamer als der Vorgänger werden. Dabei werden kleine, aufgeladene Vierzylinder helfen, hinter vorgehaltener Hand wird sogar von Dreizylindern geschwärmt. Die Hybridfrage ist noch ungewiss, zumal die Bayern eine technische Zusammenarbeit mit Mercedes jüngst ausgeschlossen haben. Vom Erfolg des 5er GT hängt es ab, ob auch der 3er ein Derivat mit variabler Heckklappe und viel Platz im Innenraum bekommt. Die Konkurrenz mit dem Stern erwägt, auf Basis des 2010 neu erscheinenden CLS einen zweitürigen Kombi im Stil eines ,Shooting Brake" aufzulegen. Jedoch stehen hier die Marktchancen im Vordergrund, der Misserfolg der R-Klasse gilt als warnendes Beispiel.

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