Die Briten bringen schnelle und alte Autos mit

Der schnellste Jaguar aller Zeiten fährt zum Goodwood Festival of Speed (3. bis 5. Juli 2009 in Goodwood, England). Der modifizierte XFR brachte es auf dem Bonneville-Salzsee im US-Bundesstaat Utah auf eine Höchstgeschwindigkeit von 363 km/h. Der Bonneville-XFR wird auf dem Festival in der ,First Glance"-Kategorie vorgestellt.

Nur leichte Änderungen
Um das XFR-Einzelstück fit zu machen für die Hochgeschwindigkeits-Tour auf dem Bonneville-See wurden nur vergleichsweise geringe Modifikationen vorgenommen. Dem in der Serienversion 510 PS starken Motor wurde durch eine Änderung der Motorsteuerung eine Leistungssteigerung verpasst – in welcher Höhe konnte uns Jaguar auf Anfrage nicht mitteilen. Außerdem wurden die Lufteinlässe neu gestaltet, das Auspuffsystem überarbeitet und der Kompressor modifiziert. Am Motor an sich und am Getriebe wurden keine Änderungen vorgenommen. Trotzdem bringt es der normalerweise bei 250 km/h abgeregelte Wagen dann auf 363 km/h. Eine Straßenzulassung hat der Bonneville XFR nicht.

Extralauter XKR
Zum ,Supercar run" bringt Jaguar einen XKR in der Einzel-Edition ,Goodwood Special" mit. Laut Mike O'Driscoll, Managing Director bei Jaguar, wurde der XKR Goodwood Special entwickelt, um die harte Seite dieses Sportwagens herauszukehren. Die Ingenieure konnten Grenzen ausloten, ohne sich dabei praktischen oder gesetzlichen Grenzen unterwerfen zu müssen. Auffälligstes Merkmal des auf dem 2010er-Modell basierenden Wagens ist sein extralauter Auspuff-Sound. Das Fahrzeug kommt auf 21-Zoll-Felgen daher und sitzt näher am Asphalt als seine Serien-Kollegen. Äußerlich heischt der Spezial-XKR in limonengrünem Lack mit grafitfarbenen Akzenten nach den Blicken der Festival-Besucher.

Drei alte Kämpen kommen auch
Jaguar nutzt das Goodwood-Festival auch, um die eigene Markengeschichte zu feiern. So sind ein D-Type, ein C-Type und das Einzelstück XJ13 mit dabei. Der D-Type war 1956 für einen Sieg bei den zwölf Stunden von Reims gut, der C-Type war der erste Jaguar, der die 24 Stunden von Le Mans gewann. Den XJ13 hält Jaguar für das schönste Rennauto aller Zeiten. Der 502-PS-Wagen sollte zwar in Le Mans antreten, kam aber aus finanziellen Gründen nie zum Einsatz. Dabei meinen die Briten wehmütig, dass es an dem Siegpotential des 5,0-Liter-Zwölfzylinder-Aggregats keinen Zweifel gegeben hätte.

363-km/h-Jaguar