BMW und Vattenfall starten Projekt zur Elektromobilität

Künftig werden 50 besondere Minis das Straßenbild von Berlin bunter und vor allem sauberer machen. Die kleinen Flitzer fahren rein elektrisch und sind Bestandteil eines Gemeinschaftsprojektes von BMW und dem Energieversorger Vattenfall.

Größter Feldversuch zur Elektromobilität
In Anwesenheit von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel erhielten 50 Berliner Bürger ihren Mini E. In den nächsten sechs Monaten sollen die Testfahrer wichtige Erkenntnisse zur Praxistauglichkeit und Nutzerakzeptanz der Fahrzeuge sowie der Ladeinfrastruktur sammeln. Stromnachschub gibt es an so genannten ,Autostrom-Stationen", die Vattenfall im Berliner Stadtgebiet installiert hat. Alternativ kann zu Hause oder am Arbeitsplatz an speziellen ,Autostrom-Boxen" aufgeladen werden.

Sauberer Strom
Vattenfall stellt für das Projekt regenerativ erzeugten und zertifizierten Strom zur Verfügung. Ein Aspekt der Begleitforschung beinhaltet die Untersuchung zur Speicherung der ungleichmäßigen, da vom Wetter abhängigen Windenergie in Batterien. Dabei soll ein System zum intelligenten Netzmanagement helfen. Während des Feldversuchs wird erprobt, wie die Ladung der Fahrzeuge abhängig von der Verfügbarkeit der Windenergie und der Schwachlastzeiten im Netz erfolgen kann. Gegen Ende des Jahres 2009 bekommen übrigens 50 weitere Berliner die Chance, den Mini E für sechs Monate zu testen.

Lob von der Politik
Bundesumweltminister Gabriel zeigte sich am Rande der Feierlichkeiten euphorisiert: ,Mit solchen Zukunftsautos schützen wir das Weltklima und stärken gleichzeitig den Automobilstandort Deutschland.", so Gabriel. BMW bleibt dennoch realistisch: ,Noch sind viele Fragen offen. Langfristig werden mehrere Antriebstechnologien und Energieträger nebeneinander bestehen. Der Elektroantrieb wird dabei seinen Platz erobern", stellte Finanzvorstand Friedrich Eichiner fest.

50 Mini E für Berlin