Achte Generation der Jaguar-Oberklasse ohne klassische Doppelscheinwerfer

Seit dem ersten XJ aus dem Jahr 1968 ist die Limousine nicht nur das Topmodell, sondern wohl auch das bekannteste Modell der Marke – gewissermaßen ,der" Jaguar. Nun zeigen die Briten erste Bilder von der achten Generation. Das Auto zeigt sich deutlich anders als bisher, wirkt sportlicher. Der Maschendraht-Grill ist nicht mehr so schmal wie bisher. Links und rechts davon leuchten statt der traditionellen runden Doppelscheinwerfer nun schlitzförmige Einzelscheinwerfer. Die Frontscheibe geht fast bruchlos in ein Panorama-Glasdach über, das bis über die Köpfe der Fondpassagiere reicht.

XJ mit Fließheck
Auch das Heck sieht völlig anders aus als bisher. Es erinnert an Modelle wie den Bentley Continental GT oder den Citroën C6, die Form der LED-Leuchten gemahnt dagegen an den Lancia Delta. Vor allem wird das eckige Stufenheck durch ein sanft abfallendes coupéhaftes Hinterteil ersetzt. Die C-Säulen werden hinter schwarzem Glas versteckt, was die Heckscheibe optisch verbreitert.

Drei Motoren aus dem XF
Die Karosserie besteht wie beim Vorgänger aus Aluminium. Ebenfalls wie bisher: Neben der Normal- gibt es eine Langversion, die auch einen größeren Radstand besitzt. Unter die Haube bekommt das Auto zunächst drei Aggregate, die aus dem kleinen Bruder XF bekannt sind. Den Anfang macht der Dreiliter-Bi-Turbo-Diesel mit 275 PS. Der Spritverbrauch soll 7,0 Liter betragen. Außerdem gibt es den neuen 5,0-Liter-V8 mit Benzindirekteinspritzung, der ohne Aufladung 385 PS leistet und mit Kompressor auf 510 PS kommt. Die 385 PS starke Variante braucht im XJ 11,4 Liter auf 100 Kilometer, die Kompressorvariante 12,1 Liter.

1.200-Watt-Sound
Als Getriebe kommt die Sechsgang-Automatik aus dem XF zum Einsatz. Bedient wird sie wie beim XF per Drehschalter (Drive-Selector) statt über einen Wahlhebel. Außerdem besitzt der XJ ein Display mit virtuellen Rundinstrumenten, die erst beim Motorstart erscheinen. Optional gibt es ein Surround-Sound-Audiosystem mit 1.200 Watt und 20 Lautsprechern vom britischen Hersteller Bowers & Wilkins. Die Preise beginnen bei 76.900 Euro. Bestellt werden kann ab sofort, ausgeliefert wird aber erst ab Anfang 2010.

Bildergalerie: Ade, Doppelscheinwerfer