Käufer sollen sich mit ihrem Fahrzeug ab Werk selbst inszenieren können

,Das Self-Design der Menschen wird immer wichtiger, jeder gestaltet seine eigene Geschmackswelt." – so der Trendforscher Jeroen von Rooijen anlässlich der Vorstellung der Ford-Individual-Produktpalette. Was vor über zwei Jahren mit dem S-Max begann, erstreckt sich inzwischen über sieben Modellreihen. Seit neuestem kann selbst der kleine Ka noch ein bisschen individualisiert werden.

Mainstream – nein Danke
Trendforscher haben es inzwischen schwer: zu viele Gruppen und Untergruppen kreieren ihre ganz eigene Welt, wollen sich deutlich von allen anderen unterscheiden. Allen gemein ist der Wunsch wegzukommen vom ,Schema F". Die Bekleidungsindustrie hat das längst erkannt und die Automobilindustrie setzt verstärkt auf diesen Trend, um mehr Kunden zu begeistern und natürlich dabei am Ende des Tages mehr Geld verdient zu haben. Ford siedelt das Individual-Programm noch oberhalb der gehobenen Ausstattungslinien ,Ghia" und ,Titanium" an.

Von frech zu seriös
Laut Ford wollen auch Kleinwagen-Kunden inzwischen nicht nur Autos, die von A nach B fahren. So macht die ,Einzelteiligkeit", wie von Rooijen es nennt, wenn jedes Stück speziell und besonders ist, auch nicht vor dem Ford Ka halt. Dem Selbstbewusstsein der Marke tut eine Individualisierungslinie sowieso gut, so der in Wolfsburg geborene Ford-Geschäftsführer Bernhard Mattes. Dabei wird der Ka durchs Individualisierungs-Programm frecher, bunter, provokanter. Junge Leute sollen mit dem Wagen ein Lebenseinstellungs-Statement geben können. Bei Mondeo und S-Max beispielsweise ist dann ein besonders edler Auftritt das Ziel der Individualisierung. Grundsätzlich teilt Ford das Aufwertungs-Programm in drei Linien ein: ,Classic Luxury" für Holz, Leder und feine Farbabstimmung, ,Style, Fun, Fashion" für krasse Farbgebungen, Folien-Dekore und mit Emblemen bestickte Sitze sowie ,Modern Techno" für sportliche Edelstahl- und Aluminium-Welten.

Beim Ka geht's für 400 Euro los
Ein bisschen provozieren, zeigen, dass man selbstbewusst im Leben steht, dies ist laut Ford mit den Individualisierungsmöglichkeiten beim Ka zu schaffen. Die Preise starten bei 400 Euro. Dafür gibt es spezielle Innenraum-Farbschemata. Außerdem stecken Lenkrad, Handbremsgriff und Schaltknauf unter Leder. Teillederpolsterung und so genannte ,Tatoo"-Prägungen kommen für 1.150 Euro in den kleinen Kölner. Zudem gibt es spezielle Design-Themen mit in Kontrastfarben lackierten Kühlergrills und Außenspiegeln sowie seitlichen Zierstreifen für 750 Euro.

Fiesta und Focus
Auch Fiesta und Focus lassen sich per Individual-Ausstattung noch ein bisschen lebendiger machen. Beim Fiesta stehen zwei Pakete zur Wahl, die sich nur in den Farben für die Ledersitze unterscheiden (rot/silber oder blau/silber), beide kosten 1.230 Euro. Die blausilberne Variante sind wir selbst gefahren. Die Kabine des Fiesta wirkt in dieser Ausstattung tatsächlich frisch und hochwertig – leicht bedrückendes Kleinwagen-Feeling will nicht aufkommen. Außerdem Bestandteil der Pakete: Sportsitze vorn und silberfarbene Applikationen. Beim Focus werden für die beiden Pakete jeweils 2.200 Euro aufgerufen. Paket Nummer eins bietet Ledersitze, bei Paket Nummer zwei ist eine Alcantara-Leder-Kombinationen mit von der Partie. Zudem sind in den Paketen unter anderem enthalten: elektrisch verstellbare Sportsitze mit Sitzheizung vorn, beleuchtete Einstiegsleisten und ein von innen beleuchteter Schaltknauf.

Kuga und Mondeo
Beim Kuga lässt sich Ford hinsichtlich der Veredelungs-Möglichkeiten von der 2006 in Paris präsentierten Studie ,iosis X Concept" inspirieren – allerdings wird es den damals verbauten Glasfußboden nicht geben. Drei Pakete stehen bereit, jedes schlägt mit 2.500 Euro zu Buche. Hier kommen beispielsweise schwarze Ledersitze und passende Tür-Innenverkleidungen, Edelstahl-Einstiegsleisten mit ,Individual"-Schriftzug, eine Aluminium-Pedalerie und Klapptische an den Vordersitz-Rücklehnen in den Wagen. Zudem rollt der Kuga dann auf speziell designten 19-Zoll-Leichtmetall-Felgen. Der Mondeo soll durch ein Individual-Paket sportlicher und feiner wirken. Das 1.410 Euro teure Styling-Paket bringt eine besonders designte Frontschürze und spezielle Lackierungen ans Auto. Beim 3.250 teuren Innenraum-Paket geht es wieder um Leder für die Sitze, Aluminium für die Pedale und elektrische Verstellmöglichkeiten. 1.000 Euro werden für das günstigste Paket mit Bi-Xenon-Licht und schlüssellosen Zugang sowie schlüsselloses Starten fällig.

S-Max und Galaxy
Komfort und edler Auftritt sind bei den großen Fords namens S-Max und Galaxy gefragt. Das Styling-Paket für den S-Max schlägt mit 3.020 Euro zu Buche. Ledergestühl, vorne achtfach elektrisch verstellbar, elektrisch anklappbare Außenspiegel und Alu-Pedale sind nur einige Bestandteile der Individualisierungs-Bausatzes. Für 1.320 Euro gibt es eine dritte Sitzreihe mit zwei Einzelsitzen und für 1.875 wird das Exterieur des S-Max auf persönlichen Geschmack getrimmt. Neue Designelemente, ein Dachspoiler in Wagenfarbe und eine Edelstahl-Auspuffblende werden beispielsweise im Exterieur-Paket verpackt. Am meisten müssen Galaxy-Kunden für das Individual-Paket hinlegen: 4.150 Euro. Auch hier spielt wieder das bekannte Aufwertungs-Lied: Ledersitze, diesmal mit ,Individual"-Schriftzug auf den Sitzen der ersten und zweiten Sitzreihe, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Edelstahl-Einstiegsleisten und Fußmatten mit farblich abgestimmter Einfassung sind nur einige Beispiele des Selbstinszenierungs-Päckchens.

Bildergalerie: Ford Individual: Ich bin ich