Automobilklub macht auf Gefahren von Pferdegespannen im Verkehr aufmerksam

Für Pferd und Reiter gelten die Regeln der deutschen Straßenverkehrsordnung (StVO). Unter anderem ist geregelt, dass Rad- und Fußwege von Ross und Reiter nicht benutzt werden dürfen. Der ACE Auto Club Europa macht jetzt darauf aufmerksam, dass bei Unglücken mit Pferdefuhrwerken meistens der Kutscher Schuld ist.

Nervöse Fluchttiere
Der ACE hat Zahlen des statistischen Bundesamtes ausgewertet. 93 bespannte Fuhrwerke waren danach 2008 in Unfälle mit Personenschäden verwickelt. Laut polizeilicher Ermittlungen waren in 78 Fällen die Gespanne Hauptverursacher der Unfälle, was knapp 84 Prozent ausmacht. Über eine Millionen Pferde sind in Deutschland registriert. Die Tiere neigen von Natur aus bei Gefahr zur Flucht. Daher rät der ACE, in der Nähe von Pferden auf Hubkonzerte und unnötige Vollbremsungen zu verzichten und Gespann-Fuhrwerke mit gedrosseltem Tempo und einem Mindestabstand von 1,5 bis zwei Meter zu umfahren. Während sich ein gemütlicher Ackergaul noch eher im Griff hat, reicht einem hochgezüchteten Reitpferd das Pfeifen einer Lkw-Bremsanlage, um durchzudrehen.

Haftungsfrage
Wenn es zu Unfällen zwischen Pferd und Kraftfahrer kommt, gilt grundsätzlich die Tierhalter-Haftung – der Halter des Tieres muss somit für den entstandenen Schaden aufkommen. Kann der Tierhalter nachweisen, dass er alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat, dazu zählt beispielsweise eine fachgerechte Umzäunung, dann bleibt dem Geschädigten nur noch die Vollkasko-Versicherung – falls er denn eine hat.