Buggy mit Allradantrieb und variablem Innenraum

Vom Mini gibt es die Karosserievarianten Limousine, Cabrio und Clubman. Auf der IAA 2009 wurden ein Coupé und ein Roadster als Studien gezeigt. Im Herbst 2010 soll jedoch zuerst einmal ein SUV-artiges Fahrzeug mit vier Türen, vier Sitzen und einem variablen Innenraum starten. Das bislang noch namenlose Auto soll einen neu entwickelten Allradantrieb besitzen, wie nun mitgeteilt wird. Einen Ausblick auf das Modell gibt die Studie Beachcomber, die Mini auf der North American International Auto Show (16. bis 24. Januar 2010) in Detroit präsentiert.

Textilverdeck oder Hardtop-Einsätze
Die rund vier Meter lange, viersitzige Studie stellt eine Art Buggy dar und verzichtet auf Türen und ein konventionelles Dach. Schutz vor Niederschlägen bietet ein Textilverdeck, das sich wie eine Persenning über das Fahrzeug spannen lässt. An den Seiten und am Heck gibt es Kunststofffenster. Wird das Verdeck nicht benötigt, lässt es sich vollständig von der Karosserie lösen und verstauen. Einen besseren Wetterschutz bieten Kunststoffeinsätze für den Dachrahmen, die Seiten und das Heck. Die Türelemente weisen im oberen Bereich transparente Fensterflächen auf.

Allradantrieb und lange Federwege
Der Beachcomber besitzt einen nicht näher beschriebenen Allradantrieb namens 4ALL. Lange Federwege sorgen für eine Höherlegung des Fahrzeugs. Angetrieben wird die Studie von einem nicht näher bezeichneten Turbomotor. Auf die Straße gebracht wird seine Kraft von 17-Zoll-Alurädern und offroadtauglichen Reifen. Für den Überrollschutz sorgen versteifte A-Säulen und ein solider D-Säulen-Bügel mit integriertem Querträger.

Verschiebbare Rücksitze
Die Fondsitze lassen sich einzeln in Längsrichtung verschieben. Die Lehnen können vollständig umgeklappt werden. Sperrige Sportgeräte wie Surfbretter können aus dem Fahrzeuginnenraum herausragend transportiert und am Querträger verzurrt werden. Am Heck gibt es zwei kleine Türen, wobei die rechte bei Bedarf vollständig offen bleiben kann. Auf der linken Tür sitzt nur scheinbar eine Reserveradhalterung: Sie entpuppt sich als abschließbarer Gepäckkoffer – denn die Studie besitzt Reifen mit Notlaufeigenschaften.

Schiene zur Befestigung von iPods
Innen gibt es offroadspezifische Zusatzinstrumente im Stil von Anzeigen im Flugzeugcockpit. Dazu zählen ein flüssigkeitsgelagerter Kompass und ein Instrument mit künstlichem Horizont. Wie das 2008 auf dem Pariser Autosalon gezeigte Mini Crossover Concept besitzt der Buggy eine so genannte Center Rail. An der von der Armaturentafel bis in den Gepäckraum reichenden Befestigungsschiene lassen sich zum Beispiel Armauflagen und Aufbewahrungsboxen befestigen. Durch den integrierten Kabelkanal können Mobiltelefone und MP3-Player mit dem Entertainmentsystem verbunden werden. Auch eine Stromversorgung, zum Beispiel für eine Kühlbox, ist auf diesem Wege möglich.

Klassisches Vorbild Mini Moke
Als historisches Vorbild für den Beachcomber fungiert der 1964 präsentierte Mini Moke. Seine Karosserie bestand aus wenig mehr als einer Bodenwanne, breiten Seitenschwellern, Motorhaube und Windschutzscheibe. Gegen Niederschläge schützte ein aufklappbares Verdeck. Rund 14.500 Exemplare des Mini Moke entstanden bis 1968 in Großbritannien, anschließend wurde die Produktion des Fahrzeugs in Australien und Portugal fortgesetzt. Auch für den Allradantrieb gibt es ein Vorbild: einen Prototypen des Moke namens Twini. Bei dem Versuchsfahrzeugtrieb je ein Vierzylinder die Räder der vorderen und der hinteren Achse an.

Bildergalerie: Der Mini als Buggy