Automobilclub AvD warnt vor Schnee als Freibrief

Schnee, wohin das Auge blickt. Dieser Anblick ist momentan in Deutschland nichts Ungewöhnliches. Gleichzeitig sind als Folge Verkehrsschilder mit einer weißen Haube bedeckt. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) weist darauf hin, dass die meisten Schilder dennoch beachtet werden müssen und grundsätzlich weiter gelten.

Keine Ausrede bei Verstößen
So ist beispielsweise ein zugeschneites Stoppschild schon an der achteckigen Form deutlich erkennbar, ein auf der Spitze stehendes Dreieck bedeutet immer ,Vorfahrt gewähren". Wer einen Verstoß gegen ein solches Verkehrszeichen begeht und von der Polizei gestoppt wird, hat daher kaum Chancen, um ein Bußgeld herumzukommen, so die AvD-Rechtsexpertin Dorothee Lamberty. Vor allem für Ortskundige und Anwohner wird es schwer, sich herauszureden, da hier die Verkehrszeichen in der Regel bekannt sind. Anders sieht es auf der Autobahn aus: Sind die Schilder zur Geschwindigkeitsbeschränkung zugeschneit und das Tempolimit so nicht erkennbar, drohen nicht unbedingt Konsequenzen. Man muss allerdings nachweisen, dass das Schild tatsächlich eingeschneit und nicht sichtbar war. ,Ereignet sich bei solch schlechten Witterungsverhältnissen ein Unfall, kann dem Fahrer trotz zugeschneitem Schild immer zur Last gelegt werden, dass er die Geschwindigkeit nicht angepasst hat, so Rechtsexpertin Lamberty. Dies kann mit bis zu 145 Euro Geldbuße und drei Punkten geahndet werden.

Vorsicht bei Parkplätzen geboten
Parkplatzsuchenden wird empfohlen, sich immer zu vergewissern, ob Halte- oder Parkverbotsschilder vorhanden sind, bevor sie ihr Auto abstellen. Speziell in Städten hat man sich nach eventuell vorhandenen Verkehrszeichen, insbesondere nach Halte- und Parkverbotsschildern, mit aller Sorgfalt umzusehen.