Münchner Veredler hat sich das Dickschiff vorgenommen

Es ist ja nicht so, dass ein Hummer H2 ein unauffälliger Kleinwagen wäre. Doch Karl Geiger aus München hat es geschafft, aus dem massiven Dickschiff einen garantierten Blickfang zu gestalten. Das geht schon bei der Außenhaut los: ,Latte Macchiatto" heißt die Lackierung und ist ein Mix aus einem edlen Braun als Grundfarbe mit etlichen Elementen in Crème-Beige. Gigantische 30-Zoll-Chromfelgen sind bespannt mit 315er-Pneus. Hinter den fast vollflächigen Felgen versteckt sich eine Brembo-Bremsanlage mit vorne 380 x 34 Millimeter großen sowie genuteten Bremsscheiben und Vierkolben-Bremssätteln. Hinten stoppen 380 x 32 Millimeter große Scheiben und Zweikolben-Sättel. Das Fahrwerk erhielt verstärkte Stabilisatoren, Hinterachsstreben und einstellbare Sportstoßdämpfer inklusive einer Tieferlegung.

Triebwerk bekommt einen Kompressor
Geiger spendiert dem 6,2-Liter-V8 einen Kompressor, der die Leistung auf satte 547 PS bei 5.900 Touren und das maximale Drehmoment auf brachiale 763 Newtonmeter bei 4.500 Umdrehungen steigen lässt. In der Serie wummern 398 PS bei 5.700 Umdrehungen und 574 Newtonmeter bei 4.400 Touren.

Unter sieben Sekunden auf Tempo 100
In der zwangsbeatmeten Variante erledigt der US-Gigant den klassischen Sprint von 0 auf 100 km/h in knapp unter sieben Sekunden, der Vorwärtsdrang wird erst bei Tempo 228 durch den Fahrtwind sanft gebremst. Damit die Außenwelt den H2 nicht nur optisch sondern auch akustisch stets wahrnimmt, soll eine hauseigene Sportauspuffanlage aus Edelstahl ein wahres Donnergrollen verbreiten.

Feines Leder im Innenraum
Den Innenraum lässt der Tuner mit feinem Leder in Braun und Crème-Beige verzieren. Das Armaturenbrett, das Lenkrad, die Mittelkonsole und die Türpanele erstahlen in derselben Fahrkombination wie die Außenlackierung. Beachtlich ist auch die Tatsache, dass Geiger im Innenraum nach eigenen Worten insgesamt 400 Kleinteile mit Klavierlack veredelt. Die A-, B- und C-Säulen sowie der Dachhimmel wurden zudem mit Alcantara überzogen. Ein Pioneer-Soundsystem inklusive Navigation versorgt die Insassen mit Sound und allen wichtigen Informationen, während sich der Deckenmonitor im Fondbereich zum Abspielen von DVDs eignet.

181.000 Euro
Ein Serien-Hummer H2 kostet 68.590 Euro, die Geiger-Variante schlägt mit 181.000 Euro zu Buche. Teuer sind vor allem das Kompressor-Kit für 14.800 Euro, die Lackierung für 14.800 Euro und die Hochleistungsbremsanlage für 10.800 Euro. Die Leder-Innenausstattung ist mit 34.900 Euro am Preis beteiligt.

Bildergalerie: Hummer zum Kaffee