Neue Proportionen: Die Zukunft der Edel-Limo

Auf der North American International Auto Show 2010 stellt Cadillac vom 11. bis zum 24. Januar die Studie XTS Platinum Concept vor. Mit geänderten Proportionen will der Hersteller seine Luxuslimousine fit für die Zukunft machen: Das geschwungene Profil läuft in einem kurzen, hoch liegenden Heck aus, das den aerodynamischen Anforderungen Rechnung trägt. Der Kofferraumdeckel ist mit einem Heckspoiler und einer zentralen Bremsleuchte versehen. Eine nach vorn abfallende Gürtellinie soll Dynamik verleihen, die ausladenden Kotflügel schmiegen sich eng um die 20-Zoll-Räder. Zu den Gestaltungselementen zählen Rückleuchten mit integrierten Lichtleitern und verzierten Beleuchtungskomponenten. Die vertikalen Scheinwerfer sind mit LED-Technologie ausgestattet und verfügen über ein adaptives Kurvenlichtsystem.

Plug-in-Hybridsystem
Als Antrieb dient dem XTS Platinum Concept ein 3,6-Liter-V6. Der Otto-Direkteinspritzer wird mit einem Plug-in-Hybridsystem (PHEV) verbunden. Die Plug-in-Technologie ermöglicht ein vollständiges Aufladen der Batterie an einer ganz normalen Steckdose. Dadurch soll in vielen Fahrsituationen ein reiner Elektroantrieb möglich sein. Laut Cadillac kann im Stadtverkehr auf diese Weise doppelt so viel Kraftstoff gespart werden wie bei einem herkömmlichen Hybridantrieb.

350 PS, 400 Newtonmeter
Bei höheren Geschwindigkeiten oder bei starker Beschleunigung wird das Fahrzeug durch eine Kombination aus Benzin- und Elektromotor beziehungsweise nur vom Benzinmotor angetrieben. Das System erreicht ungefähr eine Leistung von 350 PS und ein Drehmoment von 400 Newtonmeter.

Magnetische Dämpfungsregelung
Dank der magnetischen Dämpfungsregelung (MRC) soll der Luxus-Wagen über eine gute Straßenlage verfügen, ohne auf Komfort zu verzichten. Anstelle von mechanischen Ventilen kommt eine magnetorheologische Technik zum Einsatz. Elektronische Sensoren an allen vier Rädern überwachen permanent den Straßenzustand und passen die Dämpfung sofort an die Gegebenheiten an. Ein speziell kalibriertes Allradsystem kümmert sich um eine gute Traktion. Vervollständigt wird das Antriebssystem durch Allrad-Scheibenbremsen mit Vier-Kanal-ABS, dem Stabilitätskontrollsystem StabiliTrak und einer Traktionskontrolle.

Handwerkskunst im Innenraum
Im Innenraum will die Studie durch feine Handwerkskunst mit edlen Materialien begeistern. Das Interieur soll an die Natur erinnern, insbesondere durch komplexe Blütenblattmuster, aus denen sich die Form einer Orchidee ergibt. Eine helle Cremefarbe kontrastiert mit dunkleren Elementen am Lenkrad und einer Kopfkonsole an der Innenraumdecke. Die Konsole ist aus Holz gefertigt und mit Leuchtelementen versehen.

Sitze mit Wildleder bezogen
Die Ledersitze sind aus einer neuen Wildlederart mit Lasergravur gearbeitet. Detailnähte durchziehen den gesamten Innenraum, darunter die Sitze, das Armaturenbrett und die Türverkleidungen. Die Fond-Fahrgäste können eine Reihe von Infotainment-Optionen nutzen.

Intuitives Bedienkonzept
In der Limousine finden moderne Technologien wie O-LED-Displays (Anzeigen mit organischen Leuchtdioden) anstelle der herkömmlichen Anzeigen Einzug. Ziel ist es zudem, die intuitiven Elektroniksysteme wie zum Beispiel Touchscreens weiterzuentwickeln. Die Designer haben die Displaybildschirme in das Armaturenbrett eingearbeitet. Sie bezeichnen es als ,Dead-Front-Design" (Verblendungsdesign), weil die Anzeigen erst beim Anlassen des Fahrzeugs sichtbar werden.

Detroit: Zukunfts-Caddy