Dritte Auflage des kompakten Kölners erscheint Anfang 2011 auf dem Markt

Die dritte Generation der Ford-Focus-Baureihe feiert auf der North American International Auto Show (NAIAS) vom 11. bis zum 24. Januar 2010 Weltpremiere. Der kompakte Kölner steht auf einer komplett neu entwickelten Plattform des C-Segments. Sie soll insgesamt zehn eigenständigen Baureihen als Grundlage dienen. Den Anfang machen dabei die Vans C-Max und Grand C-Max, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 auf den Markt kommen sollen.

Vier- und Fünftürer auf der Messe
Auf der Messe in Detroit steht der neue Focus als Fünftürer mit Fließheck und als viertürige Stufenhecklimousine. Auf den ersten Blick zu erkennen ist das weiterentwickelte ,Kinetic Design" – die ,Energie in Bewegung". Doch nicht nur eine athletische Außenhaut kündet von den Neuerungen, auch eine geschwungen modellierte Mittelkonsole kennzeichnet die neue Generation. Ford betont, dass besonderen Wert auf Verarbeitungsqualität gelegt wurde und dass die verwendeten Materialien wie Softtouch-Oberflächen an Premium-Limousinen angelehnt sein sollen.

Fahrwerk neu abgestimmt
Doch auch unter der schnittigen Blechhülle hat sich im Vergleich zum Vorgänger einiges getan. Die Agilität und die Lenkpräzision sollen besser sein, der Federungs- und Abrollkomfort wurden optimiert. Dazu wurde das Fahrwerks-Layout überarbeitet. Das betrifft die Schwertlenker-Hinterachse ebenso wie die vorderen und hinteren Fahrwerksrahmen. Ein neues ,Dynamic Cornering Control"-System kümmert sich um mehr Kurvenstabilität, indem ein so genanntes ,Torque vectoring"-System die Verteilung des Drehmoments auf die angetriebenen Vorderräder regelt. Das soll zudem das Untersteuern reduzieren sowie mehr Traktion bieten. Hinzu kommt eine vollständig neu entwickelte elektrische Servolenkung. Sie soll bei hohen Geschwindigkeiten präzisere Rückmeldungen liefern und beim Einparken besonders leichtgängig sein.

Bis zu 20 Prozent weniger Verbrauch
Motorenseitig werden EcoBoost SCTi-Benzin- und weiterentwickelte Duratorq TDCi-Dieselmotoren angekündigt. Die Vierzylinder vereinen Direkteinspritzungs-Technologie mit Turboaufladung und sollen im Vergleich zu den noch aktuellen Modellen um zehn bis 20 Prozent weniger verbrauchen. Hinzu kommt ein für den nordamerikanischen Markt vorgesehener Focus mit batteriegestütztem Elektroantrieb, dessen Produktion 2011 im Werk Michigan anlaufen soll. Das wird der erste offiziell zu erwerbende Elektro-Pkw von Ford überhaupt.

Neuer 1,6-Liter-Otto für Europa
Die in Detroit gezeigten Modelle werden von einem Zweiliter-Benziner aus der komplett neu entwickelten EcoBoost-Motorenfamilie vorangebracht. Die Maschine setzt auf Direkteinspritzung und Turboaufladung in Verbindung mit einer variablen Ti-VCT-Steuerung (Twin Independent Variable Camshaft Timing) der beiden oben liegenden Nockenwellen. Obwohl dieses für Nordamerika vorgesehene Aggregat rund 20 PS mehr leistet als der bekannte 2,0-Liter-Duratec-Motor, soll es ein Zehntel weniger verbrauchen. In Europa kommt eine 1,6-Liter-Variante dieser Benziner-Reihe auf den Markt.

Neues Direktschaltgetriebe
Übertragen werden kann die Kraft vom neuen Ford PowerShift-Doppelkupplungsgetriebe. Da auf ebenso komplexe wie schwere Zusatzsysteme wie Drehmomentwandler, Planetengetriebe und separate Ölpumpen verzichtet werden kann, ist das Ford PowerShift-Automatikgetriebe kompakter und leichter als eine konventionelle Viergangautomatik. In der Summe sollen so neun Prozent Sprit gespart werden.

HMI überarbeitet
Zu den Neuerungen gehört die jüngste Entwicklungsstufe des Bedienkonzepts HMI (Human Machine Interface). Über eine Kombination von Tasten und Displays ermöglicht dieses System die Steuerung aller wesentlichen Fahrzeugfunktionen. In den gehobenen Ausstattungslinien kommt die höchste Entwicklungsstufe des HMI zum Einsatz, das Fahrerinformationssystem ,Convers+" inklusive farbigem Acht-Zoll-Touchscreen. Außerdem wird die aktuellste Generation des ,Sound & Connect"-Pakets eingesetzt. Es erleichtert via Bluetooth die Integration moderner Entertainment- und Kommunikationssysteme wie MP3-Player oder Mobiltelefone, zeichnet sich darüber hinaus aber auch durch eine nochmals präzisere Sprachsteuerung aus.

Markteinführung 2011
Weitere Ausstattungsdetails des neuen Ford Focus: das KeyFree-System mit Startknopf, eine Rückfahrkamera und ein halbautomatisches Einparksystem, das hilft, den Wagen in längs zur Fahrtrichtung liegende Parklücken zu manövrieren. Die Produktion der für Europa und Nordamerika vorgesehenen Fahrzeuge startet in der zweiten Jahreshälfte 2010, die Markteinführung ist für Anfang 2011 vorgesehen.

Bildergalerie: Ford: Der neue Focus