Die klassische Limousine wurde deutlich aufgewertet

Lincoln, zusammen mit Volvo eine der verbliebenen edlen Ford-Töchter, ist auf dem amerikanischen Markt für große Limousinen im klassischen Stil und nicht minder große SUVs bekannt. Auf der Detroit Auto Show (noch bis zum 24. Januar 2010) steht jetzt die überarbeitete Version des seit 2008 produzierten Lincoln MKS.

Besser ausgestattet
Vor allem in Sachen Ausstattung packt Lincoln beim MKS noch was drauf: So gibt es einen Parkassistenten fürs Einparken parallel zur Fahrbahn, einen adaptiven Tempomaten mit Auffahr-Warnung und aktivem Bremseingriff im Notfall, neue Instrumente, einen Sonnenschutz für die Heckscheibe sowie Licht- und Regensensoren. Xenon-Licht gehört genauso zum Serienumfang wie eine Ambiente-Beleuchtung für den Innenraum. Zudem gibt es ein Unfall-Signalsystem: Löst einer der Airbags aus, wird automatisch die Hupe aktiviert und die Scheinwerfer fangen an zu blinken – dies könnte vor allen Dingen helfen, wenn ein Fahrzeug von der Fahrbahn abkommt und in unübersichtlichem Gelände liegen bleibt.

Teenager ausgebremst
Besonders spannend wird es für Teenager, die auch mal Papas Auto fahren dürfen: Mithilfe des ,MyKey"-Systems lässt sich das Fahrzeug so programmieren, das Kids aus ihrer Sicht ganz schnell der Spaß vergeht und Eltern ein sichereres Gefühl haben, wenn der Nachwuchs alleine Auto fährt. So wird die Höchstgeschwindigkeit auf 129 km/h (80 mph/Meilen pro Stunde) reduziert, wobei ohnehin in keinem US-Bundesstaat schneller als 121 km/h (75 mph) gefahren werden darf. Die Teens werden also gut im Verkehr mitschwimmen können – außer sie kennen die Strecke im US-Bundesstaat Montana, wo die Geschwindigkeit grundsätzlich nicht kontrolliert wird. Des Weiteren wird ein permanenter Gurtanlege-Warnton aktiviert, die Traktionskontrolle kann nicht deaktiviert werden, das Audio-System bleibt bis zum Gurtanlegen ausgeschaltet und danach lässt es sich auf höchstens 44 Prozent der Maximallautstärke hochregeln. Allerdings wird Lincoln die Innenraum-Dämmung des MKS nicht nur verbessert haben, damit die Kids überhaupt noch was von ihrer Mucke hören. Als letztes Feature tönt das über MyKey programmierte System bei 77 (45), 89 (55) und 105 km/h (65 mph) mit einem Signalton.

Effizienterer Motor
Highlight des aufgefrischten MKS ist der neue 3,5-Liter-V6-Motor mit doppelter Turboaufladung und Direkteinspritzung. Das Aggregat leistet 355 PS und generiert ein maximales Drehmoment von 475 Newtonmeter, welches im breiten Drehzahlband von 1.500 bis 5.250 U/min anliegt. Der Verbrauch soll auf dem Highway bei 9,4 und in der Stadt bei 13,8 Liter pro 100 Kilometer liegen. Lincoln ist stolz darauf, dass man mit den Highway-Verbrauchswerten besser dasteht, als Konkurrenten wie der 2009er Lexus GS 460 (9,8 Liter) und der 2009er Infiniti M45 (11,2 Liter). Den MKS gibt es sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb. Mit dem neuen, ,EcoBoost" genannten Twinturbo-Motor soll die Allrad-Variante 0,7 Liter weniger verbrauchen als mit Saugmotor. Geschaltet wird mit einer Sechsgang-Automatik, die sich auch über Schaltpaddles bedienen lässt. Die Preise (ohne Steuern) beginnen in den USA bei umgerechnet 28.500 Euro für den Fronttriebler und 29.500 Euro für die Allrad-Version des MKS.

Bildergalerie: Neuer Lincoln MKS