Der Innenraum der Elektro-Limousine nimmt Formen an

Aktuell verdient Tesla sein Geld mit dem Roadster, einem rein elektrisch betriebenen 100.000-Euro-Sportwagen, der sich trotz angespannter Wirtschaftslage gut verkauft. Der Roadster gehörte nach dem AC Propulsion eBox zu den ersten Autos, die ihre Energie in einem Lithium-Ionen-Akku speichern können. Mit Spannung erwartet wird Teslas nächster Streich: der ,Model S". Dieses Fahrzeug soll fünf plus zwei Sitze bieten und ebenfalls rein elektrisch unterwegs sein. Ein Außenhüllen-Modell des Wagens geisterte bereits über mehrere Messen, auch auf der IAA im September 2009 in Frankfurt am Main erregte der Model S Aufsehen. Allerdings hatte der viertürige Stromer noch einen leeren Innenraum – das hat sich jetzt geändert.

Extrem stylisch
Bei Tesla hat man sich der Modernität verschrieben, schließlich sieht man sich als Kind des Internet und des Silicon Valley. Kein Wunder also, dass man in einer Firma, in der man selbst Hybridantriebe für veraltet hält, besonderen Wert auf Stil legt. Das jetzt im Rahmen der Motorshow in Detroit veröffentlichte Cockpitbild des schon von außen schicken Wagens macht Hoffnung: Die Anzeigen schimmern bläulich und scheinen auf den Schirm projiziert zu werden. Der vertikal ausgerichtete 17-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole ist mit einer dem Apple-iPhone nachempfundenen Bedienoberfläche ausgestattet. Außerdem soll man über diesen Bildschirm auch im Internet surfen können. Der oben links von der Mittelkonsole positionierte Knopf für die Warnblink-Anlage wird auch vom Beifahrer gut zu erreichen sein. Das Leder-Gestühl des Model S wirkt einladend bequem. Der gesamte Innenraum ist edel mit Tierhaut verkleidet, keine Spur von spröden Hartplastik-Welten.

In 45 Minuten geladen
Wird der Model S mit 480 Volt geladen, dauert ein Ladevorgang laut Tesla 45 Minuten. Maximal soll der Wagen 480 Kilometer weit kommen. In 5,6 Sekunden sind 96 km/h (60 Meilen pro Stunde) erreicht. Tesla geht davon aus, dass der Model S doppelt so effizient ist wie ein Hybridfahrzeug. Ab Ende 2011 soll der Familien-Stromer in den Handel kommen – abzüglich einer Unterstützung durch die US-Steuerzahler in Höhe von 5.500 Euro kostet der Wagen dann in Nordamerika umgerechnet 35.000 Euro.

Bildergalerie: Blick ins Cockpit