Hersteller erwartet 230 Meilen pro Gallone und 16 kWh pro 100 Kilometer

Bei seinem Abschied als VW-Vorstandsvorsitzender im Jahr 2002 fuhr Ferdinand Piëch stolz in einem Ein-Liter-Auto vor. Mit der gleichen Spritmenge könnte der Chevrolet Volt auskommen, wie der US-Hersteller nun bekannt gab. 230 Meilen soll das Auto mit einer Gallone Benzin fahren können. Dieser Wert wurde nach einer Methode gemessen, die auf dem Entwurf einer Messvorschrift für Plug-in-Fahrzeuge der US-Umweltbehörde EPA beruht. Umgerechnet sind 230 mpg genau ein Liter auf 100 Kilometer, auch wenn sich der Verbrauch nicht mit Werten nach dem europäischen NEFZ-Spritverbrauchszyklus vergleichen lässt.

16 kWh auf 100 Kilometer
Bei der neuen Methode wird der Verbrauch bei Stadttempo stärker gewichtet als der Verbrauch bei Highway-Geschwindigkeit. Um die Effizienz der Umwandlung von Strom in Vortrieb anzugeben, benutzt der Methodenentwurf die Größe Kilowattstunden (kWh) pro 100 Meilen. Danach soll der Volt 25 kWh pro 100 Meilen oder umgerechnet etwa 16 kWh auf 100 Kilometer verbrauchen. In den USA kostet Strom nach Angaben von Chevrolet etwa elf US-Cents pro kWh – deutlich weniger als in Deutschland. Ein US-Fahrer würde danach knapp drei Cents pro Meile ausgeben.

Maximalreichweite 450 Kilometer
Der Volt soll ab Ende 2010 produziert werden. Rund 60 Kilometer soll das Auto mit einer Batterieladung rein elektrisch fahren. Die Lithium-Ionen-Batterie fasst mit 16 Kilowattstunden (kWh) deutlich mehr Energie als etwa die Akkus eines Toyota Prius, die nur 1,3 kWh speichern können. Ein Ottomotor an Bord, der auch mit Bioethanol betrieben werden kann, erhöht die Reichweite auf etwa 450 Kilometer. Der Verbrennungsmotor treibt nicht direkt die Räder, sondern liefert über einen Generator Strom für den Elektromotor. Das Ganze kann man als seriellen Hybrid mit Auflademöglichkeit ansehen oder – wie Chevrolet – als Elektromobil mit Reichweitenverlängerer (Extended-Range Electric Vehicle, E-REV).

Ein-Liter-Auto aus USA