Verschmelzung der beiden Unternehmen ab 2011 geplant

Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass Volkswagen das Unternehmen Porsche als zehnte Marke in den VW-Konzern integrieren möchte. Nun wurde eine Grundlagenvereinbarung beschlossen, welche die näheren Details der Übernahme regelt.

Konzept verabschiedet
Die Aufsichtsräte der beiden Unternehmen haben einem Konzept zugestimmt, das mit den Arbeitnehmervertretern und den Porsche-Eigentümerfamilien gemeinsam erarbeitet wurde. Demnach wird sich VW zunächst mit 42 Prozent bis Ende 2009 an der Porsche AG beteiligen. Gleichzeitig sollen die Familiengesellschafter Piëch und Porsche das Vertriebsgeschäft der Porsche Holding Salzburg an VW veräußern. Von diesem Schritt erhoffen sich die Wolfsburger eine Stärkung der Vertriebsaktivitäten, da die Porsche Holding in Osteuropa und China stark präsent ist. Familienmitglieder des Porsche-Clans sollen aber in der Salzburger Holding vertreten bleiben.

Endgültige Verschmelzung im Jahr 2011
Die finale Fusion der Porsche Automobil Holding SE, kurz Porsche SE, mit dem VW-Konzern soll im Laufe des Jahres 2011 erfolgen. Erforderlich ist dabei die Zustimmung der Aktionäre. Porsche SE war ursprünglich mit dem Zweck gegründet worden, die Aktienmehrheit an VW zu erlangen. Aufgrund der dadurch aufgelaufenen Schulden wird aber Porsche nun zur zehnten VW-Marke. Der Autokonzern Porsche AG befindet sich unter dem Dach der Porsche SE mit dem Aufsichtratschef Wolfgang Porsche. Zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Holding wurde VW-Chef Martin Winterkorn berufen, der VW-Finanzvorstand Hans-Dieter Pötsch übt sein Aufgabenfeld fortan auch bei der Porsche SE aus.

Porsche soll eigenständiges Unternehmen bleiben
Auch nach der Fusion soll die Sonderstellung des Landes Niedersachsen als zweitgrößter VW-Aktionär erhalten bleiben. Dazu zählt die Entsendung zweier Aufsichtsräte. Die Familien Porsche und Piëch bleiben größte Aktionäre bei VW. Zur Nummer drei steigt Katar auf, da die Porsche SE beabsichtigt, den Großteil ihrer Optionen auf VW-Aktien an das Emirat zu verkaufen. Bereits bis Ende 2009 wird sich VW mit 42 Prozent an der Porsche AG beteiligen. Dafür will man 3,3 Milliarden Euro zahlen, da der Unternehmenswert auf 12,4 Milliarden Euro beträgt. Volkswagen betont nachdrücklich, dass Porsche wie beispielsweise Audi ein eigenständiges Unternehmen mit eigenem Firmensitz bleiben soll.

Optimistisch in die Zukunft
Durch die Zusammenführung von VW und Porsche entsteht ein Automobilkonzern mit einem Absatz von rund 6,4 Millionen Fahrzeugen und mehr als 400.000 Mitarbeitern. VW-Konzernchef Martin Winterkorn ist bereits überzeugt: ,Wir haben mehr denn je das Zeug zur Nummer eins der Automobilindustrie". Durch neue zusätzliche Modelle soll der Absatz von Porsche-Fahrzeugen deutlich gesteigert werden. Insider munkeln über einen kleinen Sportwagen unterhalb des Boxster, der unter mehreren Markenlogos verkauft werden könnte.

Porsche wird Teil von VW